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Retourenmanagement: Kommunikation ist Trumpf bei Vente-Privée
07.08.2008 Das deutsche Fernabsatzrecht meint es mit hiesigen Online-Händlern nicht gerade gut. Retouren sind für viele Händler eine der größten Herausforderungen für den Geschäftserfolg ihres Shop. Der französische Shopping-Club Vente-Privée setzt vor allem auf aktive Kommunikation mit den Kunden und hat damit Erfolg, meinen Experten.
Wie Granjon Ende Juni in einem Hintergrundgespräch gegenüber der Presse ausführte, liegen die Retourenquoten für Deutschland im hohen einstelligen Bereich. Und damit drei- bis viermal so hoch wie in Frankreich, weiß E-Commerce-Experte Jochen Krisch . Noch in diesem Jahr will Vente-Privée seine in Frankreich erprobte Retourenvermeidungs-Strategie auch in Deutschland einsetzten. Das Zauberwort heißt: Kommunikation.
- Betonung der Schlussverkäufe. Auch bei Schlussverkäufen im Laden gibt man die Ware nicht so einfach zurück.
- Der Kunde soll bei Vente-Privée nur dann kaufen, wenn er sich wirklich sicher ist. Denn wenn er selber die Ware nicht kauft, findet Vente-Privée garantiert einen anderen Käufer.
- Gruppenzwang. Je mehr die Kunden retournieren, desto mehr wird sich dies in höheren Preisen niederschlagen. Also leiden alle Kunden unter den rücksendefreudigen Nutzern.
- Da Fehlkäufe unvermeidbar sind, sollen die Kunden ihre gekauften Artikel doch lieber verschenken oder mit Kollegen und im Bekanntenkreis tauschen, statt zu retournieren.
"Vente-Privée ist hier generell sehr kreativ, was man mit den Artikeln alles machen könnte/sollte, damit sie nicht wieder im Vente-Privée Lager landen", meint Krisch schmunzelnd. Bei allem Einfallsreichtum hält sich der Shopping-Club strikt an das deutsche Recht. "Alles Argumente und Appelle aus Vente-Privée-Sicht, ohne dem Kunden sein Rückgaberecht absprechen zu wollen", sagt Krisch.
