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Digitale Transformation: Entscheidend ist die Belegschaft, nicht die Technik

03.02.2017 Der Wandel von Unternehmen hin zu internetgestützten Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen (Branchenslang: "Digitale Transformation") ist ein soziales Ding, kein technisches Ding. Dieses - auch von iBusiness seit Jahren gepredigte - Mantra hat nun eine Studie belegt.

Unternehmen müssen ihre Angestellten stärker einbinden, damit die digitale Transformation Erfolg hat. Das geht aus den Antworten von 200 CTOs und CIOs hervor, die der Personaldienstleister Robert Half   im Rahmen seiner internationalen Arbeitsmarktstudie befragt hat. Am unwichtigsten seien hingegen bessere Technik und Tools, so die Befragten.

Rund ein Drittel (32 Prozent) der CTOs und CIOs ist der Meinung, eine stärkere Einbindung der Mitarbeiter sei am wichtigsten, damit die Digitalisierung von Unternehmen gelingt. Wenn die Mitarbeiter ihr digitales Know-How für das Unternehmen einsetzen und motiviert sind, neue Methoden und Techniken zu verwenden, digitalisiert sich ein Unternehmen fast aus sich selbst heraus, so die Studienautoren.

Damit die Angestellten zur Digitalisierung ihres Unternehmen entscheidend beitragen, sind außerdem transparente Entscheidungsprozesse wichtig - nach Ansicht der befragten CIOs und CTOs der zweitwichtigste Faktor, um Firmen erfolgreich digital aufzustellen (27 Prozent). Deshalb sei es zentral, wichtige Veränderungen ausführlich zu erläutern und deren Konsequenzen klar an alle Mitarbeiter zu kommunizieren. So können Angestellte Veränderungen leichter nachvollziehen und setzen diese besser um.

Wichtigste Vorausetzungen für die Digitale Transformation von deutschen Unternehmen
Wichtigste Vorausetzungen für die Digitale Transformation von deutschen Unternehmen (Grafik: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2016, Befragte: 200 CIOs und CTOs in Deutschland; Bild: iBusiness)


Die Studie zeigt außerdem: Es ist zentral, die gesamte Belegschaft bei der Umgestaltung des Unternehmens einzubinden. Die IT-Abteilung allein kann diese Aufgabe nicht bewältigen, denn IT-Spezialisten sind immer größerem Druck ausgesetzt: Wachsende Arbeitsbelastung (31 Prozent) und fachliche Weiterentwicklung (30 Prozent) sind nach Ansicht der CTOs und CIOs die größten Herausforderungen der vergangenen fünf Jahre für IT-Spezialisten in Deutschland. Die digitale Transformation setze IT-Abteilungen doppeltem Druck aus: Ohnehin steigt das Arbeitspensum, weil immer mehr Prozesse die Unterstützung der IT-Abteilung benötigen. Zudem erfordert der Wettbewerb, immer weitere Prozesse zu digitalisieren und auch das ist maßgeblich Aufgabe der IT-Teams.

Digitaler Nachholbedarf vor allem in kleineren Unternehmen

Am deutlichsten diagnostizieren Befragte aus Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern den Aufgaben- und Weiterbildungsdruck. Auch auf die Frage, wie gut ihre IT-Abteilungen auf die Digitalisierung vorbereitet sind, antworten CIOs und CTOs kleinerer Unternehmen skeptischer als der Durchschnitt. Verbesserungspotential erkennen aber alle Befragten unabhängig von der Unternehmensgröße. Gerade kleinere Firmen könnten bei Personalbedarf in der IT-Abteilung nicht umgehend Stellen schaffen. Um die dringendesten Baustellen zu bekämpfen, können zum Beispiel Spezialisten helfen, die auf Zeit ins Unternehmen geholt werden, so der Personalberater völlig uneigennützig.

Die von Robert Half entwickelte Arbeitsmarktstudie wird jährlich in zwölf Ländern erhoben. Die Befragung wurde im April 2016 unter 200 CIOs und CTOs in Deutschland durchgeführt.
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