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Digitalisierung: Mittelstand zögert und investiert zu wenig

29.07.2019 Auch österreichische Familienunternehmen blicken weniger optimistisch in die Zukunft als noch vor einem Jahr: 76 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie im kommenden Jahr wachsen werden. 2018 waren es noch 82 Prozent. Dennoch sind sie insgesamt weit positiver eingestellt als der EU-Durchschnitt (57 Prozent, Deutschland 46 Prozent). Es gibt jedoch einen entscheidenden Faktor, der Familienunternehmen in ganz Europa gleichermaßen beeinflusst: die Digitalisierung. Gerade bei diesem Thema hinken die Unternehmen weiter hinterher.

 (Bild: RyanMcGuire/Pixabay)
Bild: RyanMcGuire/Pixabay
Laut den Kernergebnissen des "European Private Business Survey" zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser von PwC wissen österreichische Unternehmen durchaus um den Nachholbedarf in puncto Digitalisierung: Nur vier Prozent glauben, dass die Digitalisierung keinen Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens hat - dem stehen 49 Prozent gegenüber, die signifikante Auswirkungen auf ihr Geschäft erwarten. Im Vergleich zu den skandinavischen Ländern (72 Prozent), Portugal (80 Prozent) sowie Großbritannien und den Niederlanden (jeweils 85 Prozent) liegen die österreichischen Unternehmen mit dieser Einschätzung aber deutlich zurück. Die nicht ganz so ausgeprägte Relevanz, die Österreichs Familienunternehmen der Digitalisierung beimessen, zeigt sich an den geplanten Investitionen: Weniger als ein Viertel ist bereit, mehr als fünf Prozent ihres Investitionsbudgets dafür einzusetzen. Im europäischen Vergleich stehen dazu beispielsweise Dänemark und Norwegen, wo jeder zweite Unternehmer fünf Prozent und mehr investieren möchte.

Digitalisierung wird in Österreich zu technisch interpretiert

Nachholbedarf haben österreichische Familienunternehmen und Mittelständler auch bei der Herangehensweise: so zeigt die Studie, Familienunternehmen in Österreich haben ein sehr technisches Verständnis der Digitalisierung und gehen diese vor allem durch die Aufrüstung ihrer IT an. Knapp drei Viertel (71 Prozent) haben dabei bereits entsprechende Aufrüstungsmaßnahmen eingeleitet, aber nur 39 Prozent verfolgen auch die Gestaltung einer konkreten Digitalstrategie.

Das unterstreicht auch der Blick auf die am häufigsten eingesetzten Technologien: Die Chancen Künstlicher Intelligenz zum Beispiel werden in Österreich als sehr gering bewertet, nur sechs Prozent der Unternehmer halten diese Technologie für besonders relevant für ihr Unternehmen - im EU31 Vergleich sind es 23 Prozent. Etwas besser steht es immerhin um die Bedeutung von Robotics (37 Prozent) und das Internet of Things (IoT, 21 Prozent).

Das größte Hindernis für die digitale Transformation sehen 39 Prozent der Befragten vor allem in der Gefahr durch Cyber-Angriffe. Das deckt sich zwar mit der DACH-Region (42 Prozent), steht aber im Gegensatz zu den EU31. Hier liegen Cyberrisiken mit 31 Prozent erst an fünfter Stelle und an der Spitze stehen die Kosten und der Arbeitsaufwand.

Neue Formen der Zusammenarbeit fördern Innovation und Fortschritt

Die zögerliche Herangehensweise an die digitale Transformation hindert Familienunternehmen daran, offener mit der Digitalisierung umzugehen und auch auf neue Formen der Zusammenarbeit im Ökosystem zu setzen: Nur 20 Prozent der Firmen können sich beispielsweise eine Qualifizierung der Belegschaft durch Zusammenarbeit mit Startups vorstellen.

In österreichischen Unternehmen werden vor allem Techniker (46 Prozent der Betriebe) und Auszubildende (51 Prozent) händeringend gesucht. Weil es an Fachkräften mangelt, müssen 69 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent) der Mittelständler und Familienunternehmer nach wie vor hohe Umsatzeinbußen in Kauf nehmen und können Potenziale nicht ausschöpfen. Bedingt durch den Fachkräftemangel belaufen sich die wirtschaftlichen Verluste auf 10,5 Milliarden Euro pro Jahr.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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