Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Wie man die Digitalen Ängste der Deutschen bekämpft

17.07.2019 Welche Folgerungen für Unternehmen und Politik folgen aus unserer großen Studie zu den Digitalen Ängsten der Deutschen? Mittels Einflussanalyse haben wir vier zentrale Handlungsfelder identifiziert.

 (Bild: ghwtog/Pixabay)
Bild: ghwtog/Pixabay

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Kontrolliert man die Unternehmen, bekommt man die digitalen Ängste der Deutschen in den Griff.
Was kann man tun, um den Deutschen die Ängste zu nehmen? Dazu muss man ihre Relevanz einordnen. Um herauszufinden, welche Ängste bestimmend sind - also, welche Ängste abhängig von anderen Problemfeldern sind. Das kann die Frage klären, wo man ansetzen kann, um die Digitalen Ängste der Deutschen vielleicht abzubauen.

Dazu haben wir in einem zweiten Teil alle Fragen, die in der Umfrage gestellt worden sind, in einer Einflussanalyse der Digitalen Ängste analysiert und gewichtet. Bei der Einflussanalyse, einer wissenschaftlichen Methode der Zukunftsforschung, haben wir sämtliche 55 Angstfaktoren, die wir in der Erhebung abgefragt haben, in eine Kreuzmatrix eingetragen und jeweils gegenseitig überprüft, ob die einzelnen Ängste einen schwachen, starken oder keinen Einfluss aufeinander ausüben ("Wie hoch ist der Einfluss der GAFA-Dominanz auf möglichen Jobverlust"). Bei allen 2.970 Ängsten-Paaren haben wir einen entsprechenden Wert von 0 bis 3 in eine Tabelle eingetragen und die Werte aller Zeilen und Spalten aufaddiert.

So können wir feststellen, wie hoch für den jeweiligen potenziellen Einflussfaktor (also die einzelne Angst) der kumulierte aktive Einfluss (beeinflusst) und wie hoch der kumulierte passive Einfluss (wird beeinflusst) ist. Hohe Aktivsumme und hohe Passivsumme identifizieren kritische Faktoren (vernetzte Faktoren), hohe Aktiv- und niedrige Passivsumme zeigen aktive Faktoren (Hebel).

Niedrige Aktivsumme und hohe Passivsumme identifizieren hingegen passive Faktoren (Indikatoren). Generell niedrige Werte entlarven träge Faktoren (Puffer). Lesebeispiel: 'Firmenmacht' besitzt eine hohe Aktiv- und niedrige Passivsumme. Es beeinflusst viele andere Faktoren stark, kann selbst aber nur schwer beeinflusst werden. Es handelt sich um einen starken Hebel. Am interessantesten sind jedoch Faktoren, die sowohl hohe Aktiv-, also auch hohe Passivsummen haben. Sie beeinflussen das Gesamtsystem stark, lassen sich aber auch selbst gut beeinflussen. Mit diesen Faktoren lässt sich das System - in diesem Fall die Gesellschaft und ihre Digitalisierung - gestalten.

Die Einflussanalyse ist eine wissenschaftliche Methode der Zukunftsforschung. Dabei werden in einem ersten Schritt potenzielle Einflussfaktoren gesammelt. Für sie wird in einem zweiten Schritt in einer Kreuzmatrix gegenseitig überprüft, ob die einzelnen Faktoren einen schwachen, starken oder keinen Einfluss aufeinander ausüben. Ein entsprechender Wert von 0-3 wird eingetragen. Die Werte aller Zeilen und Spalten werden aufaddiert. Nun kann sowohl festgestellt werden, wie hoch für den jeweiligen potenziellen Einflussfaktor der kumulierte aktive Einfluss (beeinflusst) und wie hoch der kumulierte passive Einfluss (wird beeinflusst) ist. Hohe Aktivsumme und hohe Passivsumme identifizieren kritische Faktoren (vernetzt), hohe Aktiv- und niedrige Passivsumme aktive Faktoren (Hebel). Niedrige Aktivsumme und hohe Passivsumme identifizieren hingegen passive Faktoren (Indikatoren). Generell niedrige Werte entlarven träge Faktoren (Puffer).  Lesebeispiel: 'Firmenmacht' besitzt eine hohe Aktiv- und niedrige Passivsumme. Es beeinflusst viele andere Faktoren stark, kann selbst aber nur schwer beeinflusst werden. Es handelt sich um einen starken Hebel. Am interessantesten  sind jedoch Faktoren, die sowohl hohe Aktiv-, also auch hohe Passivsummen haben. Sie beeinflussen das Gesamtsystem stark, lassen sich aber auch selbst gut beeinflussen. Mit diesen Faktoren lässt sich das System gestalten.
Die Einflussanalyse ist eine wissenschaftliche Methode der Zukunftsforschung. Dabei werden in einem ersten Schritt potenzielle Einflussfaktoren gesammelt. Für sie wird in einem zweiten Schritt in einer Kreuzmatrix gegenseitig überprüft, ob die einzelnen Faktoren einen schwachen, starken oder keinen Einfluss aufeinander ausüben. Ein entsprechender Wert von 0-3 wird eingetragen. Die Werte aller Zeilen und Spalten werden aufaddiert. Nun kann sowohl festgestellt werden, wie hoch für den jeweiligen potenziellen Einflussfaktor der kumulierte aktive Einfluss (beeinflusst) und wie hoch der kumulierte passive Einfluss (wird beeinflusst) ist. Hohe Aktivsumme und hohe Passivsumme identifizieren kritische Faktoren (vernetzt), hohe Aktiv- und niedrige Passivsumme aktive Faktoren (Hebel). Niedrige Aktivsumme und hohe Passivsumme identifizieren hingegen passive Faktoren (Indikatoren). Generell niedrige Werte entlarven träge Faktoren (Puffer). Lesebeispiel: 'Firmenmacht' besitzt eine hohe Aktiv- und niedrige Passivsumme. Es beeinflusst viele andere Faktoren stark, kann selbst aber nur schwer beeinflusst werden. Es handelt sich um einen starken Hebel. Am interessantesten sind jedoch Faktoren, die sowohl hohe Aktiv-, also auch hohe Passivsummen haben. Sie beeinflussen das Gesamtsystem stark, lassen sich aber auch selbst gut beeinflussen. Mit diesen Faktoren lässt sich das System gestalten. (Grafik: iBusiness)

Die stärksten Hebel - also die Ängste, die für die meisten anderen Ängste verantwortlich sind - ist die Angst vor einer superschlauen künstlichen Intelligenz ("Ich habe Angst, dass Computer intelligenter werden als Menschen"). Hier fällt auch die Angst hinein, "dass Entscheidungen zunehmend durch Algorithmen gefällt werden". Ebenfalls Hebel sind die Angst vor der Fremdbestimmung, die Angst vor dem Datenmissbrauch sowie die Angst, als Digital-Analphabet nicht mehr mitzukommen.

Vernetzte Faktoren sind die Ängste vor einem (Daten-)Kontrollverlust und vor der wachsenden Macht von großen Datenunternehmen, die nicht kontrollierbar sind.

Was Politik und Gesellschaft tun können

Daraus lässt sich eine ganze Reihe von Handlungsempfehlungen ableiten. Die vier wichtigsten:
  1. Mächtiger werdende Unternehmen: Dieser vernetzte Faktor greift am stärksten in das Gespinst der digitalen Ängste ein. Bekommt man diesen Relevanzknoten in den Griff, dann kann man nachhaltig die Digitalängste der Bevölkerung beeinflussen. Regulierung, Zerschlagung, gesetzliche Regelungen - insbesondere zum Thema Datenschutz und Datensicherheit des Einzelnen - sind die möglichen Handlungsempfehlungen an die Politik. Unternehmen wiederum können Ängste von Kunden bekämpfen durch maximale Transparenz.

  2. Superschlaue Künstliche Intelligenz: Aufklärung ist hier das Mittel der Wahl. Was kann künstliche Intelligenz, aber vor allem: was kann sie nicht. Wozu sind Roboter in der Lage - wozu nicht. Hier ist der oft verbreitete Alarmismus die genau falsche Methode. Stattdessen sollten Anbieter wie Politikentscheider dem Bürger die Ängste vor der allmächtigen Maschine nehmen. Als Hebelfaktor beeinflusst dieser Aspekt eine Menge davon abgeleitete (Sub-)Ängste.

  3. Algorithmenentscheidung: Vor allem die Politik sollte sicherstellen, dass Computer nicht alles entscheiden werden, was sie theoretisch entscheiden könnten. Unternehmen wiederum sollten klarstellen, was eine Maschine entscheidet - und was nicht - um Verbrauchern das Gefühl des Ausgeliefertsein zu nehmen.

  4. Fremdgesteuert sein / Datenmissbrauch: Einer Situation hilflos ausgeliefert zu sein, sorgt für (negativen) Stress und weckt Ängste. Deswegen sollte die Politik dafür Sorge tragen, dass in allen Entscheidungen die informelle Selbstbestimmung des Bürgers der zentrale Leitgedanke ist. Auch hier gilt für Unternehmen, dass es nicht allein genügt, den Buchstaben von Datenschutzverordnungen zu folgen, sondern den mündigen und selbstbestimmten Konsumenten in den Mittelpunkt der Entscheidungen zu stellen. Beispielsweise könnten Anbieter von Programmatic Advertising oder Recommandation Engines einen Button integrieren, über den Konsumenten herausfinden können, warum eine Empfehlung gegeben wird oder warum eine Bannerkampagne einen quer über die Websites verfolgt.


Die Studie 'Die Digitalen Ängste der Deutschen'
Aufgrund des umfangreichen Zahlenmaterials haben wir die Ergebnisse der Studie in drei Teile aufgeteilt, die aufeinanderfolgend erscheinen:
  1. Studie: Die Digitalen Ängste der Deutschen
  2. Digitalängste: Wovor sich die Deutschen tatsächlich fürchten
  3. Wie man die Digitalen Ängste der Deutschen bekämpft

 (Bild: HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag

iBusiness-Premium-Mitglieder erhalten die gedruckte Fassung der Studie im Rahmen des Trendletters iBusiness Executive Summary automatisch zugeschickt. Die komplette Studie ist auch im iBusiness Shop einzeln zu erwerben.

Thema: Wie man die Digitalen Ängste der Deutschen bekämpft

Kommentar von Joachim Graf

Nehmt sie ernst

Es gibt eine einfache Methode, den Bürgern ihre Angst zu nehmen.

Weiterlesen
 (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: