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Studie: Kunden wünschen mehr Sicherheit beim Online-Banking
12.10.2007 Internetnutzer wollen Kartenlesegeräte nutzen, um beim Online-Banking mehr Sicherheit zuhaben. Nur: Bezahlen will für die Geräte kaum jemand, wie eine aktuelle Studie belegt.
Das zumindest ist das Ergebnis der Trendstudie "Bankpräferenzen" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG , die in Kooperation mit handelsblatt.com . wiwo.de und dem IMFW Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde.
Bis jetzt nutzt nur jeder dreizehnte Online-Banker ein Kartenlesegerät. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung lehnt es ab, für die Sicherheitsmaßnahme selbst zu bezahlen - das sei Aufgabe der Bank.
Und das, obwohl der Schaden durch Betrug beim Online-Banking enorm hoch ist: der BITKOM errechnete für 2006 rund einen Betrag von rund 13 Millionen Euro, die mit gestohlene Zugangsdaten entwendet wurden. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der Betrugsfälle um 23 Prozent. Die Prognose für das laufende Jahr sagte eine ähnlich hohe Steigerungsrate voraus.
Als besonders risikoreich wird das veraltete PIN/TAN-Verfahren zur Identifikation verwenden. Die Umstellung auf iTANs, mTANs oder Kartenleser wird von Banken dringend empfohlen.
Ein überraschendes Ergebnis der Studie: Insbesondere bei Akademikern und Besserverdienenden ist die Akzeptanz der Lesegeräte gering. Mehr Begeisterung für diese Sicherheitsmaßnahme zeigen Geringverdiener und Bankkunden mit mittleren Bildungsabschlüssen - sofern ihnen keine Kosten entstehen.
Wenn die Geräte nicht subventioniert werden, ist allerdings nur ein kleiner Teil der Bankkunden bereit, selbst in die Sicherheit ihrer privaten Bankgeschäfte zu investieren. Nur jeder fünfte Befragte würde ein Kartenlesegerät selbst kaufen. Drei Viertel davon sind wiederum nicht bereit, mehr als zehn Euro zu investieren. Ohne Subvention sind die Kartenleser allerdings deutlich teurer.
Bei geschäftlichen Transaktionen besteht hingegen eine größere Bereitschaft, mit eigenem Geld die Sicherheit zu erhöhen. Hier würden zwei von fünf Kunden Geld für Kartenleser ausgeben, mit denen sich der Kontoinhaber eindeutig authentisieren kann. Dafür würden sie auch tiefer in die Tasche greifen als Privatkunden: Jeder zehnte Befragte würde mehr als 40 Euro investieren, ein weiteres Zehntel immerhin mehr als 30 Euro.
An der Befragung, die vom 22 Mai bis 21. Juni 2007 online erhoben wurde, nahmen 645 Endverbraucher teil.
| Wären Sie bereit, bei Ihren privaten / geschäftlichen Transaktionen für ein Kartenlesegerät zu zahlen? Wie viel würden Sie dafür ausgeben? | ||
|---|---|---|
| Für private Transaktionen | Für geschäftliche Transaktionen | |
| Max. 10 Euro | 25,9 % | 28,0 % |
| Max. 20 Euro | 43,5 % | 32,6 % |
| Max 30 Euro | 20,0 % | 20,5 % |
| Max. 40 Euro | 3,5 % | 9,8 % |
| Mehr als 40 Euro | 7,1 % | 9,1 % |
Quelle: PPI AG, Trendstudie Bankpräferenzen, Juni 2007
