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Social Commerce: Erster Woot-Klon aus Deutschland gibt auf
19.06.2007 Das Woot-Konzept, bei dem Internetnutzer in einem Shop jeden Tag nur einen Artikel angeboten bekommen, ist alles andere als ein Selbstläufer. Das musste jetzt auch die Dresdner Cyberport GmbH feststellen, die heute ihren Woot-Klon Cyberport24.de eingestellt hat. Was laut dem Unternehmen aber nicht am Impuls-Shopping-Konzept selbst gelegen hat.
Cyberport24 war im Oktober 2006 gestartet und orientierte sich beim Shop-Konzept stark am US-amerikanischem Vorbild Woot . Ähnlich bei Woot war auch bei Cyberport24.de von Montag bis Freitag jeweils nur ein einziger Artikel im Sortiment. Das Angebot wechselte jeden Tag, so dass interessierte Nutzer bei einem Schnäppchen sofort zuschlagen mussten.
Link: sevenload.com
Im Fall Cyberport24 hat das Live-Shopping-Konzept hat allerdings nicht funktioniert, wie Kaulfuß feststellen musste. Dass der Web-2.0-Shop gescheitert ist, liegt ihm zufolge aber nicht prinzipiell am Live-Shopping-Konzept. Sondern an der besonderen Situation im Fall Cyberport24. So betreibt die Dresdener Cyberport GmbH bereits seit dem Jahr 1999 mit Cyberport.de einen traditionellen Onlineshop für Computerartikel.
Die Nähe zum traditionellen Shop wurde für Cyberport24.de zum Verhängnis. "Letztendlich durften wir bei Cyberport.24 oftmals nur die Kuchenkrümel vermarkten, der Kuchen selbst indes wurde an anderer Stelle verspeist", klagt Kaulfuß. So fanden Internetnutzer bei Cyberport.24 oft nur Produkte, die auch bei Cyberport.de im Angebot waren. Kaulfuß: "Viele Nutzer haben darüber geklagt, dass sie die Produkte von Cyberport24.de doch auch über Cyberport kaufen können."
Zudem hat das Unternehmen laut Kaulfuß versäumt, genug Werbung für den Woot-Klon zu betreiben. "Wir beschränkten uns nahezu auf interne Werbemittel wie Verlinkungen oder Newsletter", erklärt der Projektleiter. "Extern gab es lediglich eine vierwöchige Bannerschaltung auf Mac Essentials sowie eine Kleinanzeige in der Brandeins".
