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Technologie

Social Media: Mehr KI, mehr Tools - aber kaum messbare Wirkung

21.08.2026 95 Prozent der Social-Media-Fachkräfte arbeiten bereits mit Künstlicher Intelligenz. Ob sie damit bessere Beiträge produzieren, können die meisten jedoch nicht sagen: Nur vier Prozent messen den Einfluss auf die Post-Performance.

 (Bild: qimono / pixabay.com)
Bild: qimono / Pixabay
95 Prozent der Social-Media-Fachkräfte setzen Künstliche Intelligenz bei ihrer Arbeit ein, aber nur vier Prozent messen deren Einfluss auf die Performance einzelner Beiträge, zeigt die State of AI in Social Media Study 2026   von Metricool  . Für die Untersuchung wurden im Juli 2026 mehr als 700 Social-Media-Fachkräfte weltweit befragt. 75 Prozent nutzen Künstliche Intelligenz täglich.

Am häufigsten kommt die Technologie für Texte und Captions zum Einsatz: 86 Prozent nutzen sie dafür, 84 Prozent für die Ideenfindung. Deutlich zugelegt haben strategische Aufgaben. Der Anteil der Befragten, die Künstliche Intelligenz für Strategieentwicklung einsetzen, stieg binnen eines Jahres von 39 auf 62 Prozent. Bei Themen- und Trendrecherche wuchs der Anteil von 36 auf 61 Prozent, bei der Analyse von Kennzahlen von 32 auf 59 Prozent.

Ausgaben für KI-Werkzeuge steigen

Auch die Zahl der eingesetzten Werkzeuge wächst. 37 Prozent arbeiten inzwischen mit mehr als vier KI-Tools, nachdem es im Vorjahr 14 Prozent waren. Drei von vier Befragten bezahlen für mindestens eines davon. Mehr als 100 US-Dollar im Monat geben inzwischen 13 Prozent aus, gegenüber drei Prozent im Jahr 2025.

Messbar ist für viele bislang vor allem der Zeitgewinn. 65 Prozent schätzen ihre Einsparung auf eine bis sechs Stunden pro Woche, knapp ein Viertel auf mindestens sieben Stunden. Die Wirkung auf die Inhalte wird dagegen kaum systematisch erfasst: Sechs Prozent messen die Content-Qualität, vier Prozent die Performance von Beiträgen. Zugleich glauben 14 Prozent, dass KI-generierte Inhalte schlechter abschneiden als Inhalte ohne KI-Unterstützung. Im Vorjahr waren es fünf Prozent. Die Studie weist allerdings darauf hin, dass es sich dabei um Einschätzungen und nicht um Messungen einzelner Beiträge handelt.

Unternehmen fehlen verbindliche KI-Regeln

Vollständig automatisiert läuft die Content-Produktion nur selten. 39 Prozent überarbeiten KI-Ergebnisse gezielt hinsichtlich Tonalität, Fakten und Markenstimme, weitere 29 Prozent betrachten sie lediglich als Rohfassung. 17 Prozent veröffentlichen generierte Inhalte mit nur minimalen Anpassungen.

Beim organisatorischen Umgang mit der Technologie besteht ebenfalls Nachholbedarf. Nur zwölf Prozent der Befragten arbeiten in Unternehmen mit klar definierten KI-Richtlinien. 35 Prozent können entsprechende Werkzeuge nach eigener Aussage ohne Einschränkungen einsetzen. Auch bei der Kennzeichnung gibt es keine einheitliche Praxis: Zehn Prozent weisen immer auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz hin, ein Drittel hält eine Kennzeichnung grundsätzlich nicht für erforderlich.

"Wer mit KI lediglich schneller mehr Content produziert, optimiert den Prozess, aber noch nicht zwangsläufig das Ergebnis", sagt Lea Sindel , PR-, Event- und Education-Spezialistin bei Metricool. Entscheidend werde zunehmend, ob Unternehmen den Einsatz mit besseren Entscheidungen, kreativer Arbeit und menschlicher Kontrolle verbinden.
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