Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Nischendasein für Ingame Advertising
21.08.2008 Werbung in Online- oder Konsolen-Spielen finden zwei Drittel der deutschen gut - doch Markenartikler bleiben sehr skeptisch, besonders hierzulande. Lediglich große Autohersteller sowie Handyproduzenten tauchen immer wieder als werbende Branchen auf.
Auch wenn nach BITKOM-Angaben 66 Prozent der über 14-jährigen Deutschen inzwischen Ingame Advertising akzeptieren - im Vorjahr waren es noch 48 Prozent - sind große Markenartikler derzeit eher skeptisch, was den Einsatz von Werbung in Online- und Konsolen-Spielen betrifft. Ein Problem: Aufgrund eines langen Vorlaufs, der etwa durch die aufwändige Programmierung bedingt ist, eignet sich Ingame Advertising eigentlich nur für Brandwerbung. Einzige Ausnahme sind Online-spiele, bei denen auch dynamische Werbeformen eingesetzt werden können. Allerdings ist Werbung in Online-Spielen teurer als klassische Online-Werbung - deshalb setzen manche Werbungtreibende lieber auf Umfelder, in denen sie die affinen Zielgruppen erreichen können, wie iBusiness in einer Analyse herausfand.
Selbst in den USA als Vorreitermarkt für Ingame Advertising ist die Anfangseuphorie verflogen: Während für den US-Markt für Ingame-Advertising zunächst ein Volumen von 852 Millionen US-Dollar im Jahr 2011 erwartet wurde, wurde die Prognose inzwischen auf 650 Millionen Dollar für das Jahr 2012 abgesenkt. Aktiv im Online-Advertising waren bisher US-Marken wie Budweiser , das Modelabel Ecko , der Softdrinkhersteller Red Bull und die französische Automarke Peugeot . Auch andere Fahrzeughersteller werben zeitweise in Computerspielen, vorzugsweise in Rennspielen. So engagiert sich etwa BMW projektweise im Ingame Advertising. Beworben wurden etwa das Modell M3 sowie die zum Konzern gehörende Marke Mini . Allerdings sei Ingame Advertising kein fester Bestandteil des Media-Mix, heißt es bei BMW. Der japanische Auto-Konzern Toyota ist wie seine Mitbewerber Ford und Mitsubishi ebenfalls mit Ingame Advertising in Erscheinung getreten.
Neben Automobilherstellern werben auch Handyhersteller in Comupterspielen: Mit Nokia und Sony Ericsson sind zwei der großen Player beim Ingame Advertising vertreten. Ob aus der Akzeptanz der Werbeform durch die deutschen Nutzer aber auf eine weitere Nutzung durch Werbungtreibende zu schließen ist, ist derzeit eher fraglich. Vielmehr scheint dem Ingame Advertising auf absehbare Zeit eher ein Nischendasein beschieden zu sein.
