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Online-Shopper: Sicherheit geht vor Spaß
29.04.2008 Deutsche Onlineshopper haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis: Sieben von zehn Internet-Käufern sichern ihre Kaufentscheidungen mehrfach ab. Spontane Lustkäufe sind dagegen die Ausnahme, hat eine aktuelle Studie ergeben.
Gänzlich auf der Strecke bleibt die Anziehungskraft des virtuellen Raumes dennoch nicht: 46 Prozent der Käufer genießen die dynamische Veränderung des Produktangebots im Internet. Die Auswahl des Filialhandels nehmen sie demgegenüber als vergleichsweise statisch wahr. Zudem erleben immerhin 36 Prozent der Shopper das Abschicken einer Onlinebestellung als emotionale Belohnung - eine Form des Lustkaufs, die in virtuellen wie in realen Einkaufsmeilen anzutreffen ist. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie 'Käufertypologien im Internet - Umsatzstimulation durch erfüllte Kaufmotive' von Novomind in Kooperation mit Wiwo.de und Handelsblatt.com .
Im Vergleich verschiedener Käufertypen zeigt die Studie, wie unterschiedlich die Genuss- und Risikomomente beim virtuellen Shoppen wirken. Am stärksten ausgeprägt ist die Risikobereitschaft bei "jungen Lustkäufern". Das Kaufverhalten dieser Gruppe ist dominiert durch das Bedürfnis, sich mit den Bestellungen im Internet zu belohnen. Dafür ist der junge Lustkäufer etwa doppelt so risikobereit wie der risikoscheuste Käufertyp: der "ausgeglichene EShopping-Profi".
Rund 20 Prozent aller deutschen Internet-Einkäufer zählen als 'ausgeglichene EShopping-Profis'. Die Gruppe ist damit etwa vier Mal so groß wie die der risikobereiten Lustkäufer und stellt die insgesamt zweitgrößte Gruppierung in der aktuellen Käufertypologie. Das Kaufverhalten dieser Gruppe ist dominiert durch das Bedürfnis, die eigene Kaufentscheidung durch Drittmeinungen von anderen Kunden oder durch Produktbewertungen abzusichern. Zugleich legt dieser Käufertyp besonderen Wert darauf, eigenständig und anhand ausgewogener Informationen Produkte zu vergleichen und zum Kauf auszuwählen.
Dabei ist das Bedürfnis nach Selbstbelohnung per Online-Bestellungen bei den EShopping-Profis etwa drei Mal schwächer ausgeprägt, als bei den jungen Lustkäufern. Zudem nutzen die ausgewogenen Profis den virtuellen Einkauf nur rund halb so häufig mit Hintergedanken an soziale Bindung.
