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Studie: Klassische Werbeagenturen können keine Online-Werbung
19.12.2006 US-amerikanische und britische Unternehmen halten klassische Werbeagenturen einer aktuellen Studie zufolge nicht gerade für besonders kompetente Onlinemarketing-Dienstleister. Auch in Deutschland haben die Interaktiven klare Vorteile gegenüber den Klassikern, was das Thema Online-Kommunikation betrifft. Wie die iBusiness-Redaktion herausgefunden hat, wird sich an der Vormachtstellung der Interaktiv-Branche auch vorerst nichts ändern.
Für die Studie hat Sapient zwar ausschließlich Marketingverantwortliche aus den USA und Großbritannien befragt. Die Studienergebnisse lassen sich aber dennoch genau so auf den deutschen Markt übertragen. Da ist sich Marco Zingler sicher. Der Vorsitzende der Fachgruppe Agenturen im BVDW und Geschäftsführer des Kölner Online-Dienstleisters Denkwerk erzählt im Gespräch mit der iBusiness-Redaktion: "Ich erlebe jeden Tag, wie sich klassische Werbeagenturen mit Online-Marketing schwer tun." Seiner Erfahrung nach verfügen die klassischen Werber nach wie vor über kaum Erfahrung mit dem Medium Internet und versuchen immer noch, klassische 'One-To-Many'-Kommuniktionskonzepte aus Offline-Medien analog ins Web zu übertragen.
Auch auf lange Sicht werden klassische Werber ihre mangelnde Online-Erfahrung nach Zinglers Einschätzung nicht wettmachen können. "Beim Online-Marketing haben Internet-Dienstleister immer einen Startvorteil, da sie alle Dienstleistungen aus einer Hand anbieten können", erklärt Zingler. Denkwerk etwa kann sowohl Mediaplanung als auch die Gestaltung von Werbemitteln wie Banner komplett intern abwickeln. Designer aus klassischen Werbeagenturen bekommen hier nach Zinglers Erfahrung schon Probleme, weil sie beispielsweise die Banner-Programmierung gleich an einen externen Dienstleister vergeben müssen.
Für die Studie hat Sapient über 100 Marketingverantwortliche aus verschiedenen Unternehmensgrößen und Branchen in den USA und Großbritannien befragt.
