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Für Versicherungen wird Big Data zum Top-Thema

20.05.2014 Risikoscheue Versicherungsgesellschaften drohen den Anschluss zu verlieren und von neuen agileren Daten-Sammlern überholt zu werden, da sie vielfach mit traditionellen Geschäftsmodellen weiterarbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Bearing Point Institute   unter 30 europäischen und US-amerikanischen Versicherungsunternehmen. Die Branche bescheinigt Big Data und Advanced Analytics zwar einen erheblichen Einfluss auf deren Geschäftsmodelle, doch die meisten Unternehmen sind noch nicht auf den Wandel vorbereitet.

Der Wert von Big Data bei Versicherungen
Der Wert von Big Data bei Versicherungen (Grafik: Bearingpoint)
Die Kernergebnisse der Studie 'The smart
insurer: embedding big data in corporate strategy':
  • 71 Prozent der Befragten räumten den Themen Big Data und Advanced Analytics eine maximale Priorität bis zum Jahr 2018 ein
  • Doch nur 24 Prozent attestierten ihrem Unternehmen dabei einen fortgeschrittenen oder einen führenden Reifegrad
  • Nur zehn Prozent gaben an, einen firmenweiten Implementierungsprozess gestartet zu haben.
  • Für 53 Prozent der Befragten stellt die Rekrutierung geeigneter Big-Data-Fachkräfte ein Problem dar
  • 16 Prozent gaben an, dass sie nicht genug über Big Data wissen
  • Nur zehn Prozent der Befragten haben eine firmenweite Big Data Strategie
  • 53 Prozent der IT-Führungskräfte
  • werden mit den Herausforderungen von Big Data alleine gelassen
  • Nur 37 Prozent halten ihr Unternehmen für reif, um neue Ideen in Verbindung mit Big Data zu implementieren.
Studienautor Patrick Mäder stellt fest, "dass sich die Kluft zwischen Führern und Nachzüglern beim Thema Big Data und Advanced Analytics in der Versicherungsbranche vergrößert."
Für Ihn sind die fünf Säulen von Big Data im Versicherungswesen:

  1. Spezialwissen:
    Für die befragten Führungskräfte ist dies die wichtigste Säule (66 Prozent), aber nur 33 Prozent rekrutieren bzw. bilden Daten-Spezialisten aus

  2. Partner-Netzwerke:
    Partner-Netzwerke wurden von den Befragten als zweithöchste Priorität bewertet (59 Prozent). Aber nur ein Viertel gab an, selbst ein starkes Partner-Netzwerk zu besitzen, um Zugang zu wertvollen Daten zu erhalten

  3. Externe Datenquellen:
    Vor dem Hintergrund, dass Versicherer eine ganzheitliche Sicht auf ihre Kunden erreichen wollen, wurde Social Media als vielversprechendste Form einer externen Datenquelle bewertet (59 Prozent)

  4. Schnelligkeit:
    Fehler zu machen, gehört zum Prozess. Aber diejenigen, die ihre Fehler schnell korrigieren, werden einen deutlichen Vorsprung erzielen; 71 Prozent der 'fortgeschritteneren' Unternehmen glauben, dass Schnelligkeit wichtig ist, im Vergleich zu 51 Prozent der 'weniger entwickelten' Unternehmen

  5. Ethik und Datenschutz:
    Die Bearing-Point-Studie belegt, dass sich Versicherungsunternehmen der Risiken von Big Data bewusst sind (Datenklau und Datenschutz sind die beiden Top-Bedenken der Unternehmensführung), aber nur 23 Prozent der befragten Unternehmen bestätigten, einen Kontrollprozess installiert zu haben.
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