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Studie prognostiziert: Unternehmen drohen Umsatzverluste ohne Web 2.0

09.07.2008 Wer in spätestens sieben Jahren das Web 2.0 nicht in seine Internetstrategie eingebunden hat, der riskiert Umsatzeinbußen im zweistelligen Prozentbereich. Denn die 'Customer Energy' generiere einerseits neue Umsätze und helfe andererseits Kosten zu sparen, prognostiziert eine A.T. Kearney-Studie.

 (Bild: Robin Davis)
Bild: Robin Davis
Unternehmen haben noch etwa sieben Jahre Zeit, ihre bisherigen Unternehmensstrategien um Web-2.0-Konzepte zu erweitern. Andernfalls drohen Umsatzeinbußen von bis zu 16 Prozent. Die prognostiziert das globale Management- und Beratungsunternehmen A.T. Kearney   auf der Basis einer aktuellen Markterhebung. Zur Zeit berücksichtigen nur 17 Prozent der Unternehmen ihre Kunden via Blogs, Produkt- und Servicebewertung in ihrer Internetstrategie. Den Experten von Kearney zufolge wird Customer Energy bis 2015 bereits für drei Viertel der Unternehmen ein kritischer Erfolgsfaktor sein.

"Viele Firmen besitzen jedoch noch immer einen hohen Nachholbedarf", weiß auch Axel Schönau , Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur TradeDoubler  . "Was wir heute vorfinden, sind C-to-C-Verhältnisse, die sich in Netzwerken wie YouTube  , Facebook   oder StudiVZ   organisieren und häufig Unternehmen hinsichtlich ihrer Produkte und Services bewerten und darüber diskutieren", so Schönau weiter.

Die Studienautoren weisen zudem darauf hin, dass sich durch Web-2.0-Strategien auch die Kostenseite optimieren lassen. Nach Ausweis der Studie rechnen die Experten mit durchschnittlich fünf bis sieben Prozent "auf jeder einzelnen Wertschöpfungsstufe". Dazu müsse der Nutzer beispielsweise durch Open-Innovation-Strategien in die Produktentwicklung einbezogen werden. Gleiches gelte auch für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Immer noch scheuen Unternehmen eigene Firmenblogs aus Angst, "dass zu viel Negatives dort offen ausgetauscht wird", erläutert Schönau.

Das Ziel einer nachhaltigen Web-2.0-Strategie sei es, den Nutzer selbst "zum Entwickler, Produzent und Kritiker von Produkten zu machen", skizziert Schönau die Aufgabenstellung für die Zukunft. Laut den Studienmachern misst heute jede fünfte Firma (17 Prozent) der Customer Energy einen erfolgskritischen Stellenwert bei. Für 2010 halten hingegen 43 Prozent und für 2015 sogar drei Viertel der 3.000 befragten Firmen den Einfluss der Nutzer in die Unternehmens-Strategien für unausweichlich.
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