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Digitales Marketing in der Krise (2): 9 Szenarien für mehr Glaubwürdigkeit und Erfolg
20.11.2019 Die Kritik an Praktiken des Online-Marketings haben offen gelegt, wo die Branche nachbessern muss. 9 Szenarien, wie sich das digitale Marketing der Zukunft wandelt:
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Szenarien für das Marketing der Post-Cookie-Ära:
Szenario 1: Browserdaten für plattformunabhängiges Tracking |
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Szenario 2: Konzerne als Bremser |
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Natürlich wollen sich Werbungtreibende tendenziell immer eher absichern, räumt Stephan Jäckel, Geschäftsführer Emetriq , ein. Viel wichtiger sei allerdings, dass sich die Werbe- und Digitalwirtschaft zusammen organisieren und anfangen, gemeinsame Standpunkte zu vertreten. Jäckel plädiert dafür, die Diskussion "aus ihrer leicht hysterischen Tonlage in eine sachliche Debatte zu überführen". Daher sein Appell, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Viele Werbungtreibende seien aber leider "sehr risikoavers" und wollen ihre Stimme nicht erheben.
Szenario 3: Ohne Cookies kein Website-Zutritt |
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Die zentrale Frage hier ist das Kopplungsverbot, erklärt Jäckel: "Darf ich einen Nutzer von meinem Content ausschließen oder ihm ein reduziertes Angebot zeigen, wenn er meinen Spielregeln als Content Publisher nicht zustimmt?" Content-Produktion kostet Geld. Viele Publisher haben den Weg der Werbefinanzierung gewählt und scheuen es, ihre Nutzer direkt zur Kasse zu bitten. An diesem Deal rütteln nun Browser-Hersteller und Datenschutzbehörden. "Vielen Nutzern ist dieser Zusammenhang vermutlich gar nicht so explizit bewusst", so Jäckel. "Die Consent-Debatte eröffnet jetzt die Chance zum Dialog mit dem Nutzer, wenn die Browser-Hersteller nicht vorher dem freien werbefinanzierten Internet einen Riegel vorschieben, um das Ökosystem nach ihren Spielregeln umzubauen."
Szenario 4: Akzeptanz-Wirrwarr |
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Bei den Tracking-Systemen wird sich die Spreu vom Weizen trennen, ist Jäckel überzeugt. "Es wird sich zeigen, wer bleiben darf und wer rausfliegt. Wir glauben, dass es zu einer starken Dezimierung kommen wird." Es ist schlicht unmöglich, dem Nutzer in einem kurzen Dialog sinnvoll zu vermitteln, warum er den Cookies von hunderten von Unternehmen zustimmen soll. "Dies würden auch die Publisher nicht akzeptieren", ist Jäckel sicher. Die Marktführer und diejenigen Unternehmen werden bleiben, die den Publishern einen Mehrwert bieten können.
Szenario 5: Komplett weg von Cookie und Tracking |
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Da aber ein Großteil der Angebote und Inhalte im Netz kostenlos zugänglich sind und über Werbung finanziert sind, könne der der Ansatz nur funktionieren, "wenn man nur Unternehmensseiten betrachtet und davon ausgeht, dass User sich nur auf solchen Seiten bewegen", mahnt Tobias Henning, Managing Director von Oddity Jungle . Und selbst dann könne man nicht davon ausgehen, dass ein User Content sieht und in einem Nutzungsmoment ist, in dem er eine gewünschte Aktion (Broschüren-Anforderung, Probefahrt o.ä.) ausführen möchte.
Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht, bremst auch Jäckel die Erwartungen an dieses Szenario: "Eigentlich wollte der EuGH die Rechte der Nutzer stärken und für mehr Datenschutz sorgen." Aber die Tendenzen hin zu Walled Gardens seien "erschreckend": "Die Entwicklungen in Sachen Datenschutz zwingen die Publisher schon jetzt dazu, Log-in-Mauern um ihre Angebote hochzuziehen. Nur so können sie den Consent des Nutzers effektiv sicherstellen. Das Schizophrene daran ist nun, dass gerade diese Datenschutzmaßnahme dafür sorgen wird, dass alles, was bisher über pseudonymisierte Cookies abgewickelt wurde, in Zukunft mit der nicht pseudonymen EMail-Adresse als Identifier getrackt wird." Innerhalb der Log-in-Mauern werde so das Tracking auf Basis von personenbezogenen Daten zur neuen Normalität.
Szenario 6: Walled Gardens gewinnen an Bedeutung |
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Szenario 7: Targeting verändert sich, Retargeting verliert |
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Szenario 8: Externe Kanäle werden attraktiver |
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Szenario 9: Anstand und Haltung |
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