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Versandhandel: Online-Geschäft zieht Universalversender mit
21.01.2008 Für Otto und Quelle ist das Internet der Wachstumstreiber Nummer eins, wie aktuelle Zahlen zeigen. Doch was Print-Kataloge und Multi-Channel-Handel betrifft, verfolgen die beiden Versandhandelsriesen unterschiedliche Strategien.
Otto steckt mitten im Umbau seines Geschäftsmodells. Die Online-Plattformen tragen inzwischen über 40 Prozent, im Weihnachtsgeschäft auch mal über 50 Prozent, zum Gesamtumsatz bei. Insgesamt liegt dieser Wert rund zehn Prozent höher als im Vergleich zum Vorjahr.
Deshalb legt Otto hier eine Schippe drauf: 140 Mitarbeiter beteiligen sich freiwillig an Projekten, mit denen das Internet noch stärker in alle Vertriebsformen und Bereiche integriert wird. Der Ausbau der Web 2.0-Initiativen steht bei Otto weit oben auf der Agenda für 2008. "Die Halbwertszeit des Wissens sinkt dramatisch. Was man vor einigen Saisons in Tests erlebt hat, stimmt heute längst nicht mehr", erläutert Otto-Vorstand Alexander Birken . "Wir haben das Werbebudget nicht reduziert, sondern schon 2007/8 stärker ins Online-Geschäft verlagert. Das Katalogbudget ist etwas geringer geworden", so Birken weiter.
Obwohl auch beim Konkurrenten Quelle das Online-Geschäft stärkster Wachstumstreiber ist, werde der Universalist 2008, so die Strategie von Henning Koopmann , Mitglied der Geschäftsleitung, "todsicher mehr Kataloge verschicken. Wer wachsen will, muss investieren." 25 Prozent des Umsatzes, so Quelle-Chef Marc Oliver Sommer , kommen heute noch "direkt" aus dem Universalkatalog.
Das auf quelle.de verfügbare Sortiment soll auf eine Millionen Artikel wachsen. Daher werden 2008 deutlich mehr Partner auf quelle.de zusammengeführt. Wie zu hören ist, werden u.a. Görtz und s.Oliver sowie Baby-Walz dort demnächst integriert. Ziel ist der Ausbau der Modekompetenz gerade auch im jüngeren Segment.
Neben den Treibern, Ausbau der Mode, Multichannel und Familien-Angebote, soll die internationale Expansion zum weiteren Wachstumsfundament der Quelle werden. Zum Jahresende visiert Sommer den Start in der Ukraine an und prüft derzeit die Chancen eines Angebots in der Türkei. Wenn damit Osteuropa und Südeuropa im Wesentlichen erschlossen ist, werde Quelle sich wieder Asien zuwenden.
