Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

F-Commerce: Fünf Regeln zum Einrichten eines Facebook-Shops

09.01.2012 Facebook-Commerce ist ein noch sehr junges Phänomen: Die ersten Gehversuche, physische Produkte in dem sozialen Netzwerk anzubieten, liegen erst rund zwei Jahre zurück. Seitdem sind die unterschiedlichsten Ansätze entstanden, um Produkte auf Facebook direkt an Fans und deren Freunde zu verkaufen. Fünf Tipps geben Orientierung beim Einstieg in den F-Commerce.

Nicolas Dittberner
Shopbetreiber, die in den Facebook-Commerce einsteigen möchten, stehen zunächst vor vielen offenen Fragen: setzt man eine integrierte Shop-Lösung für die Facebook-Seite um oder verlinkt man zum existierenden Onlineshop? Welche App-Lösung zur Integration auf Facebook ist für unsere Produkte geeignet? Soll man die gesamte Produktpalette anbieten oder nur wenige, ausgewählte Produkte? Händler, die planen, Facebook als Vertriebskanal zu nutzen, sollten sich deshalb unbedingt vorab ein Grundwissen in Sachen Social Commerce aneignen, bevor sie in die Fehler-Falle tappen. Nicolas Dittberner , Mitgründer des Facebook-Commerce-Anbieters Ondango   hat fünf Tipps, die erste Orientierung beim Einrichten eines Facebook-Shops.


1. Usability first: Benutzerfreundlichkeit sollte höchste Priorität haben

Shopping auf Facebook ist für die meisten Nutzer neu. Wie bei allem Unbekannten spielen deshalb Vorsicht und eine kritische Haltung eine tragende Rolle bei Konversionsraten. Benutzerfreundlichkeit ist deshalb noch wichtiger als in normalen Onlineshops, wo das Klickverhalten bereits gelernt ist. Wenn ein Fan auf der Fanpage landet, sollte er maximal drei Mal klicken müssen, um sein gewünschtes Produkt zu sehen beziehungsweise es in den Warenkorb zu legen.

Auch die Oberfläche des Shops sollte sich nicht vom Facebook-Design unterscheiden, damit sich der Nutzer sicher fühlt und nicht frühzeitig den Vorgang abbricht. Wichtig bei der Beurteilung der Benutzerfreundlichkeit einer Shoplösung sind auch die damit verbundenen Ladezeiten, bis der Shop vollständig angezeigt wird. Flash-basierte Shops sind in dieser Hinsicht keine gute Wahl, auch weil sie von einigen Browsern nicht unterstützt werden.

Weniger ist mehr: Man sollte lieber große, übersichtliche Produktbilder verwenden, die einen realistischen Eindruck vom Produkt vermitteln, anstatt zu versuchen, so viele Produkte wie möglich auf einer Seite abzubilden. Auch hier spielt die Ladezeit der Shopanwendung eine wichtige Rolle. Wichtiger Bestandteil einer Shoplösungen ist die Unterstützung von mehreren Produktabbildungen pro Produkt. Denn wie im E-Commerce auch, wirken sich gute Abbildungen positiv auf die Kaufabschlussrate aus.

2. Iframe statt Fbml-App: Shopsystem nutzen, dass mit 'IFrames' arbeitet

Aus technischen Gründen mussten Nutzer früher die jeweilige Shop-Applikation des Anbieters installieren, um Produkte in den Warenkorb legen zu können. Dabei werden Facebook-Nutzerdaten abgefragt, was zu Misstrauen führt. Viele Nutzer haben sogar Anfragen, eine Applikation zu installieren in ihren Facebook-Einstellungen generell blockiert. Seit Februar 2011 können App-Entwickler jedoch sogenannte 'IFrames' nutzen, was die Installation einer App überflüssig macht. So ist es kann ein vollintegrierter Facebook-Shop entwickelt werden, der keine Nutzerdatenabfrage mehr notwendig macht. Händler sollten deshalb ein Shopsystem wählen, dass mit Iframes arbeitet. Zwar können die Facebook-Nutzerdaten dann nicht für Marketingzwecke genutzt werden, dafür vermeidet man auf diese Weise hohe Abbruchraten und ebnet den Weg für einen neuen Vertriebskanal.

3. Kaufabbruchraten senken: Einfacher Checkout-Prozess auf der Facebookseite

Manche Händler haben komplexe Check-out Prozesse oder Einbindungen mit Warenwirtschaftssystemen, die erfordern, dass die Fans vom Facebook-Shop zum 'normalen' Onlineshop weitergeleitet werden. In der Branche werden solche Facebook-Shops 'Storefronts' genannt.

Die alte ECommerce-Regel "je länger die Kaufabwicklung, desto höher die Abbruchquote" gilt auch in diesem Fall: Facebook-Storefronts, bei denen der Kaufabschluss außerhalb von Facebook stattfindet, haben entsprechend eine geringere Konversionsrate als voll-integrierte Shopsysteme. Einerseits, weil eine höhere Anzahl von Klicks bis zum Abschluss notwendig ist und andererseits, weil der Nutzer von Facebook auf eine Seite geleitet wird, bei der er sich in der Regel anmelden oder registrieren muss. Shopbetreiber sollten deshalb Wert darauf legen, dass der 'Check Out' auf der Facebook-Seite stattfindet, sofern es das eigene Produktportfolio erlaubt.

4. Kaufanreize schaffen: Mit exklusiven Facebook-Verkaufsaktionen Kunden belohnen

Facebook-Commerce ist ein ideales Mittel, um Kaufanreize zu schaffen. Wenn bereits ein normaler Onlineshop besteht, kann man die Fans der Facebook-Seite mit besonderen und exklusiven Angeboten belohnen. Die Exklusivität kann zeitlich, über den Preis oder mit einer Verknappung hergestellt werden. So lässt sich beispielsweise eine Produkteinführung exklusiv auf der Facebook Seite vermarkten. Facebook-Fans erhalten dann für einen begrenzten Zeitraum vor der offiziellen Produkteinführung die Gelegenheit zum Kauf auf dem Sozialen Netzwerk. So schafft man einerseits Vorteile, andererseits kann man Kunden auf diese Weise das Einkaufen bei Facebook näher bringen. Ähnliches gilt für 'Daily Deals' auf Facebook: Hier wird ein bestimmter Artikel aktionsbezogen herausgegriffen und für einen begrenzten Zeitraum zu einem sehr attraktiven Preis angeboten. Diese Arten von Aktionen eignen sich immer Zeitpunkt-bezogen (beispielsweise Back-to-School Aktionen) oder in regelmäßigen Abständen, damit die klare Absicht vermittelt wird, den Fans etwas bieten zu wollen.

Hier ist einerseits das Unternehmen selbst gefragt, kreative Verkaufsaktionen auf den Plan zu rufen, andererseits muss das Facebook-Shop-System die Voraussetzungen für Tagesdeals und andere Aktionen bieten.

5. Go viral: Social Plugins richtig verwenden

Facebooks Social Plugins sind zentrale Tools für die virale Verbreitung von Botschaften auf Facebook. Der neue Opengraph erlaubt Nutzern neben dem Like-Button weitere Verben wie 'Want' oder 'Own', um sich auf der Plattform auszudrücken. Wichtig sind auch der Share-Button und die Kommentarfunktion.

Facebook-Shops, die Social Plugins intelligent nutzen, können so über den News-Feed ihre Reichweite vergrößern. Aber Achtung: wenn die Social Plugins schlecht auf der Seite integriert werden, ist der virale Effekt schnell verpufft, weil beispielsweise ein automatischer Post, der beim Kaufabschluss auf der Pinnwand des Users generiert wird, ganz anders aussieht, als geplant. Zum Beispiel wird nur ein Text-Link statt Vorschau-Bild mit Titel und Beschreibung angezeigt. Dies wirkt sich auch auf die Wahrscheinlichkeit aus, ob eine Meldung im News-Feed der Freunde erscheint. Hier sollten Shopbetreiber bei der Wahl des Facebook-Shopsystems genau drauf achten und vielleicht selbst einmal bei einem Kunden des Betreibers einen Testkauf machen, um alle fünf Kriterien zu überprüfen.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
 (Michael Sahlender)
Bild: Michael Sahlender
Michael Sahlender
(Mirakl)

Best Practices: Selbst Marktplatz werden - Von Douglas, Home24, Conrad Electronic lernen

Wie der Sprung zum eigenen Marktplatz gelingt und welche Schritte Sie für den Launch eines eigenen Marktplatzes berücksichtigen müssen, zeigt Ihnen dieses Webinar anhand von Best Practices erfahrener Unternehmen.

Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: