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Wieder Razzia bei Unister: Portal weist Anschuldigungen zurück

12.12.2013 Ein Jahr nach der ersten Razzia steht bei Reiseportalbetreiber Unister  erneut die Polizei vor der Tür. Laut Leipziger Volkszeitung   durchsuchten dutzende Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) die Büros.

Dr. Konstantin Korosides, Unister
Unister soll zehntausende Lufthansa-Tickets durch Betrug zu günstigen Konditionen erworben und auf seinen Seiten wie Fluege.de   überteuert verkauft haben. "Im Zuge unserer Ermittlungen, bei der Auswertung bereits beschlagnahmter Daten, sind weitere Verdachtsmomente wegen Computer- und Steuerbetrugs aufgekommen" zititert die LVZ Wolfgang Klein , den Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden. Unister-Sprecher Dr. Konstantin Korosides habe sich überrascht von der Razzia gezeigt. Auf Anfrage von iBusiness erklärte er: "Auch wir haben großes Interesse an der Rechtsfindung in den relevanten Fragen und unterstützen die Aufklärung konstruktiv. Wegen des laufenden Verfahrens können wir in der Sache nicht Stellung nehmen."
Eine vom MDR verbreitete Unister-Stellungnahme, wie sie auch auch schon bei den Steuervorwürfen vor einem Jahr sinngemäß erfolgt war - man bemängelte die Verhältnismäßigkeit der Durchsuchung - ("Die angebliche Anwendung falscher Umsatzsteuersätze und eine dadurch vermeintlich verursachte Umsatzsteuerhinterziehung hätten auch im Rahmen einer Sonderprüfung des Finanzamtes geklärt werden können") widerrief Unister auf iBusiness-Anfrage.

Erst Ende November hatte es bei Unister eine Durchsuchung im Zusammenhang mit der Pensionsaffäre um Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) gegeben. Lieberknechts ehemaliger Regierungssprecher Peter Zimmermann ist seit Herbst 2013 Unister-Geschäftsführer.

Schon vor einem Jahr hatte es Durchsuchungen im Hause Unister gegeben. Die damalige iBusiness-Berichterstattung darüber hatte Unister veranlasst, Druck auf die Redaktion auszuüben ("Warum iBusiness Post von den Unister-Anwälten bekam und was das mit Social Media zu tun hat")

Seit Ende 2012 ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden, weil Unister unter anderem Versicherungsprodukte unerlaubt vertrieben und dabei zuwenig Steuern gezahlt habe.
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