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Der Gottseibeiuns kommt: Zeitungsverleger kritisieren deutsche Huffington Post als "Gratiszeitung"
21.06.2013 Die deutschen Zeitungsverleger sehen im dem bevorstehenden Markteintritt der Huffington Post mit Burda "einen Angriff auf alle Versuche von Verlagen, Bezahlmodelle für digitale publizistische Angebote zu entwickeln".
Vize-Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV )
und Vorstand der Axel Springer AG , Jan Bayer ,
beim Kongress "Zeitung Digital" von BDZV und Weltverband der Zeitungen WAN-IFRA in Frankfurt.
Auch der branchenbekannte Herausgeber der FAZ , Frank Schirrmacher durfte wieder warnen. Diesmal vor "den gesellschaftspolitischen Folgen eines sich abzeichnenden Echtzeit-Journalismus", der automatisiert sei und von Maschinen gesteuert werde. Er sehe die Gefahr, dass Journalismus ebenso wie die Finanzbörsen zu "Segmenten einer automatisierten Gesellschaft" werde. Umso wichtiger sei die künftige Rolle von reflektierendem und analytischem Journalismus, der von individuellen Autoren komme und nicht über Algorithmen generiert werde. Journalismus stehe für Vertrauen, das Maschinen nicht liefern könnten. Welcher Unterschied es zwischen Maschinen gibt und dem Abschreiben von DPA-Meldungen durch selbsternannte Qualitätsjournalisten, verriet der Herausgeber nicht.
