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SEM-Krieg: Mit dem IE7 greift Microsoft Google und Yahoo an

von sr

01.12.2006 Werbetreibende müssen beim Suchmaschinen-Marketing künftig ihr Budget wohl neu verteilen. Denn die deutschen Suchmaschinen-Marketing-Dienstleister gehen davon aus, dass Microsoft das Machtverhältnis in diesem bislang klar verteilten Markt neu ordnen wird. Zum Leidwesen von Yahoo und Google.

Der neue Browser Internet Explorer 7.0   läutet nach Einschätzung des Kölner Suchmaschinen-Marketing-Dienstleisters Sumo   "am milliardenschweren Suchmaschinen-Markt eine neue Runde ein". Die Begründung: In der aktuellen Version ist der Browser von Microsoft   erstmals mit einer vorinstallierten Toolbar ausgestattet. Und in der dort enthaltenen Suchmaske die MSN-Suche   voreingestellt. "Microsoft will die Nutzerzahlen seiner Suchmaschine erhöhen und so stärker am lukrativen Online-Werbemarkt teilhaben", ärgert sich Mauer.

Mauers Einschätzung nach kann Microsoft dank der vorinstallierten MSN-Suche Yahoo   vom zweiten Platz bei den Suchdiensten verdrängen und den Abstand zu Google   verkürzen: "Viele Internetnutzer werden allein aus Bequemlichkeit die integrierte Suchfunktion ungeändert nutzen und damit die Zugriffszahlen der MSN-Suche erhöhen." Mauer schätzt, dass Microsoft seinen derzeitigen Marktanteil in Deutschland von rund drei Prozent deutlich steigern wird. "Die MSN-Suche wird damit für Online-Werbung interessanter."
Diese Einschätzung teilt auch Harald Fortmann, Managing Director der deutschen Niederlassung des Onlinemarketing-Dienstleisters Advertising.com   und Vorsitzender der Fachgruppe Performance Marketing   im BVDW  : "Werbetreibende müssen künftig mehr bei MSN buchen und dafür Budget von Google zu Microsoft verlagern".
Thema: SEM-Krieg: Mit dem IE7 greift Microsoft Google und Yahoo an

Kommentar von sr

Microsofts Troja-Taktik

Google ist im Bereich Suche das Maß aller Dinge. Bislang hat es kein anderer Suchmaschinen-Dienstleister auch nur im geringsten geschafft, dem Quasi-Monopolisten spürbar Marktanteile streitig zu machen. Jetzt aber kann erstmals wirklich Bewegung in diesen Markt kommen. Denn Microsoft schickt sich an, mit einer Troja-Taktik die scheinbar übermächtige Konkurrenz zu bezwingen.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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