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Facebook öffnet sich für den Kampf der Netzwerke
28.05.2008 Der Kampf um den künftigen Standard in sozialen Netzwerken geht in eine neue Phase. Branchenprimus Facebook kontert die Angriffe von Googles Open-Social-Initiative und ändert seine Strategie.
"Wir arbeiten an einer Open-Source-Lösung", teilte Facebook gestern in einer offiziellen Stellungnahme mit. Genau Details sollen bald bekannt gegeben werden, versprechen die Community-Betreiber.
Web2.0-Experten beurteilen den Schritt hin zur offenen Lizenz bei Facebook allerdings skeptisch. So fragen Internet-Experten wie Marcel Weiss oder Widget-Programmierer wie Johannes Siemers , ob es sich Facebook tatsächlich leisten kann, "seine technischen Komponenten so einfach aus der Hand zu geben". Zudem sei Facebook "ursprünglich nicht darauf ausgelegt", in jedes andere Netzwerk integriert zu werden, gibt Weiss zu bedenken.
In den letzten Wochen und Monaten ist der Markt der sozialen Netzwerke mächtig durchgerüttelt worden. Zuerst konnte Google mit MySpace den ersten Big Player unter den Social Networks, für sein Open-Social-Projekt gewinnen. Unter dem Projektnamen OpenSocial haben sich renommierte US-amerikanische Social Networks wie beispielsweise LinkedIn , Friendster oder Plaxo mit dem Initiator Google verbündet. Auf deutscher Seite hat sich die Netzwerke Xing und StudiVZ der Initiative angeschlossen (iBusiness berichtete).
Dann preschte MySpace mit seiner Data-Portalbiliy-Lösung 'Data Availabilty' vor, so dass Facebook - und auch Open-Social-Partner Google - mit seiner Anwendung Facebook Connect nur nachziehen konnte. Bisheriger Höhepunkt der Open-Network-Schlacht war, als Facebook seine API für den Google-Dienst Friend Connect blockiert hat (iBusiness berichtet).
