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Metro zeigt die Zukunft interaktiven Shoppings
28.05.2008 Die großen Einzelhandelsketten entdecken die Interaktivität. Die Düsseldorfer Metro-Gruppe testet in einen Future-Store das Einkaufen mit Hilfe von Handy und Fingerabdruck. iBusiness zeigt, wie interaktiv manche Geschäfte schon geworden sind.
"Das Einkaufen wird damit schneller, besser, effizienter", sagte Metro-Chef Dr. Eckhard Cordes. Eine der wichtigsten Neuheiten im Future Store ist der mobile Einkaufsassistent (MEA). Dabei handelt es sich um eine Anwendung für Mobiltelefone, mit der Kunden während des Einkaufs ihre Produkte scannen können und damit zusätzliche Produktinformationen abrufen. "Nahezu jeder Verbraucher besitzt heute ein Mobiltelefon und geht damit wie selbstverständlich um", so Dr. Eckhard Cordes. Von dem Einsatz der Mobilkommunikation in der Warenwirtschaft erhofft sich der Konzern erhebliche Kostensenkungen.
Auch Radiofrequenz-Identifikation(RFID) kommen im Future Store zum Einsatz. Sie sollen unter anderem dem Marktpersonal anzeigen, wann Waren abgelaufen sind, und bei der Einkaufsplanung von Frischprodukten helfen. So kontrolliert beispielsweise ein intelligente Kühltruhe Warenbestände und Mindesthaltbarkeitsdaten der eingelagerten Artikel: Entnimmt ein Kunde ein Produkt, registrieren installierte Lesegeräte dies automatisch.
Das Bezahlverfahren an der Kasse wird vie Fingerabdruck abgewickelt. Dabei muss der Kunde seinen Finger mit einem speziellen Lesegerät erfassen, um seinen Einkauf zu begleichen. Unterschriften oder die Eingabe einer PIN entfallen.
Auch die Konkurrenz unternimmt Versuche mit Bezahlungssystemen mit dem Fingerabdruck. So hatte bereits im November 2006 Edeka Versuche in einem Supermarkt im bayrischen Ingolstadt angekündigt. Kunden, die das Fingerprint-Bezahlsystem bei Edeka nutzen wollen, müssen sich vorher mit Fingerabdruck, Name und Bankverbindung registrieren und eine Einwilligung für die Auskunft über ihre Bonität unterschreiben.
Doch testet die Metro interaktives Shopping bereits in regulären Filialen. So sind beispielsweise bei der Warenhauskette Galeria Kaufhof interaktive Umkleidekabinen, Spiegel und Warentische auf der Basis von RFID im Einsatz. Ausgewählte Sortimente in der Herrenabteilung der Essener Kaufhof-Filiale sind mit RFID-Etiketten ausgestattet, die dem Kunden im Spiegel der Umkleidekabine zusätzliche Produktinformationen und sogar Cross-Selling-Empfehlungen anzeigen.
Ein interaktiver Warentisch weiß automatisch in welchen Größen und Farben die Produkte noch auf dem Tisch verfügbar sind. "Der Kunde sieht also sofort, ob das Hemd, die Hose oder das T-Shirt noch in seiner Größe auf dem Tisch zu finden ist", beschreibt Steffen Kern , Unternehmenssprecher bei Kaufhof, gegenüber iBusiness das Pilotprojekt (iBusiness berichtete).
