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Studie belegt Siegeszug der Marktplätze
06.12.2022 In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Anteil der Onlinekaufenden, die Marktplätze zum Shoppen verwenden, mehr als verdoppelt. Verloren haben Onlineshops, wie aus einer aktuellen repräsentativen iBusiness-Befragung hervorgeht.
Wenig erstaunliches Ergebnis: Knapp zwei Drittel der Befragten nutzen (auch) nach wie vor Ladengeschäfte für ihren Einkauf. Damit liegt der Anteil aktuell etwa auf dem Wert, den wir im Juli 2019 gemessen haben. Während der Corona-Pandemie - aber nach dem ersten Lockdown - lag der Anteil mit 72 Prozent deutlich höher, wohl ein Signal von neu gewonnener Bewegungsfreiheit im Sommer.
Doch während man 2020 noch deutlich erkennen konnte, wie Corona-Pandemie und Lockdown die Nutzung von Marktplätzen und Onlineshops gleichermaßen befeuert haben, zeigen die aktuellen Erhebungszahlen zwei Jahre später, wie die Erfahrung mit dem Online-Einkauf bei den Deutschen ein deutlich gewandeltes Nutzungsverhalten im Onlineeinkauf ausgelöst hat.
Während der Anteil der Bundesdeutschen, die Produkte überwiegend in einem Onlineshop kaufen, um ein Drittel zurückgegangen ist, hat sich der Anteil der Marktplatz-Kaufenden von 26,4 Prozent auf 58 Prozent der Befragten mehr als verdoppelt. Wir haben nicht abgefragt, wie oft jeweils eingekauft wurde oder wie hoch die jeweilige Einkaufssumme gewesen ist. Die Erhebung zeigt aber in jedem Fall, wie präsent die jeweilige Einkaufslokation bei den befragten 18- bis 65-Jährigen ist. Auch ist "überwiegend" ein relativer Begriff - Mehrfachantworten waren möglich. Nutzte im Schnitt 2019 jeder Bundesbürger 1,6 Einkaufskanäle schwerpunktmäßig, so sind es seit dem Jahr 2020 im Durchschnitt stabil mehr als zwei Haupteinkaufskanäle. Und Marktplätze, das zeigt die Erhebung, gehören inzwischen zu diesen bevorzugten Kanälen einfach dazu, während der einzelne Onlineshop nicht mehr unter den Top-Zwei rangiert.
Wer bei einem Onlineshop bevorzugt einkauft, nutzt wiederum ganz unterschiedliche Kanäle: Generalisten unter den Onlineshops haben dabei einen etwas geringeren Anteil als Spezialanbieter, die beispielsweise nur Mode oder Werkzeuge anbieten. Jeder fünfte Befragte, der angegeben hat, dass er bevorzugt in einem Onlineshop kauft, nutzt beide Shoparten gleichermaßen.
Ebenfalls häufiger als in den Vorjahren als Einkaufsquellen genutzt ist Social Shopping, das von knapp jedem Zehnten bevorzugt genutzt wird sowie Käufe via Influencer und Contentportale - wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Konstant geblieben in den vergangenen drei Jahren ist der Anteil derjenigen, die vor allem via Preisvergleichsportalen online kaufen. Einer von sechs tut das.
