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OLG entscheidet: Werbeerlaubnis darf nicht in AGB versteckt sein

07.04.2009 Das Opt-in, also die ausdrückliche Erlaubnis eines Internetnutzers Werbung erhalten zu dürfen, ist im Web Standard. Dennoch machen Webseitenbetreiber immer noch Fehler, wenn es darum geht, sich die Werbeerlaubnis der Nutzer zu sichern. Mit dem Risiko der Abmahnung. Ein Urteil des OLG Köln hat nun Klarheit in dieser Sache geschaffen.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Die meisten Betreiber einer Webseite möchten die Daten seiner Nutzer auch gerne für Werbezwecke einsetzten und holen dazu die Erlaubnis ein. Wer die Werbeerlaubnis aber zum Bestandteil seiner AGB macht, handelt gesetzwidrig, hat das Oberlandesgericht Köln   (OLG) beschlossen (AZ: 6 U 95/07). Im vorliegenden Fall hatte ein Mobilfunkprovider in seinen AGB einen Passus, der es ihm erlaubte, die Telefonnummer der Nutzer für Marketingzwecke einzusetzen.

"Die Einwilligung zur Nutzung der Daten zu Werbezwecken sollte demnach immer ausdrücklich eingeholt werden und darf nicht in den AGB versteckt sein", empfiehlt daher Rechtsexperte Martin Rätze vom Gütesiegelzertifizierer TrustedShops  . Laut dem OLG Köln ist eine solche Einwilligung in den AGB unwirksam, denn der Nutzer könne die Telefonwerbung nicht ausdrücklich von der Werbeerlaubnis ausnehmen, argumentierten die Richter.
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