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Studie: Mund-Propaganda im Web 2.0 wird für Werbende immer wichtiger
02.04.2008 Die Mund-Propaganda wird für Marketing- und Werbeleute im Web-2.0-Zeitalter immer interessanter. Zum einen, weil sie die Kaufentscheidung von anderen Konsumenten zu Gunsten oder Ungunsten eines Produktes beeinflussen kann und zum anderen, weil sie durch den Multiplikator Internet ein großes Publikum erreicht. Wer die treibenden Kräfte des Empfehlungsmarketing sind, hat eine Studie herausgefunden.
Als Brand Advocats definieren die Studienmacher solche Internetnutzer, die im Web 2.0 aktiv Produkte und Dienstleistungen empfehlen, die sie selber gekauft und genutzt haben. Brand Advocates verfügen, der Studie zufolge, größtenteils über einen Hochschulabschluss und sind meist Single. Sie nutzen täglich die gesamte Bandbreite des Web 2.0 wie Online-Communities, Blogs, Fotos- und Video-Portale. Zudem nutzen sie täglich E-Mail, Instant Messaging und Suchmaschinen.
Brand Advocates sind gut vernetzt und haben ein großes soziales Umfeld im Internet: 44 Prozent der Brand Advocates bezeichnen sich als "geselligen Menschen mit guten Beziehungen". Diese Selbsteinschätzung trifft nur auf 13 Prozent der Nicht-Advocates zu, hat die Studie ergeben.
Brand Advocates setzen sich mit dem Kaufprozess intensiv auseinander, ziehen vielfältige Informationsquellen zu Rate, nehmen sich mehr Zeit für die Suche nach Informationen und geben letztlich mehr Geld für Produkte aus als Nicht-Advocates.
Die Aussage "Andere wenden sich an mich, wenn sie bezüglich Technologie-Produkten einen Rat benötigen", wird von 38 Prozent der Brand Advocates bestätigt, bei den Nicht-Advocates sehen sich nur zwei Prozent als Ratgeber. 88 Prozent von ihnen sind davon überzeugt, dass andere Vorteile aus ihren Erfahrungen ziehen könnten. 84 Prozent sind der Ansicht, dass Meinungen wahrer sind als Werbung. Schon heute gelten 22 Prozent der deutschen Online-Nutzer als Brand Advocates.
Die Studie 'Brand Advocates in Deutschland' kann bei Yahoo Insights kostenlos per E-Mail angefordert werden.
Das Ergebnis der Studie kann David Eicher , Experte für Word-of-Mouth-Marketing und Geschäftsführer der Agentur Webguerillas nur bestätigen.
"Markenunternehmen führen in den USA bereits vor, wie erfolgreich der Dialog zwischen Unternehmen und Verbrauchern sein kann", freut sich Eicher. "In Deutschland wird sich Word-of-Mouth-Marketing in diesem Jahr durchsetzen." Seiner Einschätzung nach werden vor allem Unternehmen aus den Segmenten Wellness und Fast Moving Consumer Goods auf diese Marketing-Strategie setzten.
Welche Strategien im Online-Empfehlungsmarketing erfolgreich sind, lesen iBusiness-Premium-Mitglieder (und solche die es jetzt werden) exklusiv in Ausgabe 05/06 2008 des Multimedia-Trendletter iBusiness Executive Summary.
