Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Empfehlungsmarketing: Wann Konsumenten ihre Freunde werben

von sr

30.01.2008 Im Web-2.0-Umfeld funktioniert klassische Online-Werbung nur bedingt, da Nutzer ihre Aufmerksamkeit nicht irgendwelchen blinkenden Bannern schenken. Empfehlungsmarketing gilt daher zunehmend als vielversprechende Alternative, um Social Networks zu monetarisieren. Wie Unternehmen ihren Konsumenten als Fürsprecher ihrer Marke gewinnen können, verdeutlicht eine aktuelle Studie.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Vier von zehn Deutschen (39 Prozent) haben bereits einmal eine Person geworben und sind damit grundsätzlich aufgeschlossenen gegenüber Freundschaftswerbung. Zu diesem Ergebnis kommt eine bevölkerungsrepräsentative Telefonbefragung von TNS Infratest   im Auftrag der Deutschen Post  . Demnach hat jeder zehnte Deutsche in den vergangenen zwölf Monaten einen Freund für ein Produkt oder einen Anbieter geworben, wo er selbst Kunde ist.

Zwar haben laut der Studie nur vier Prozent der Deutschen in den vergangenen zwölf Monaten mehr als einmal Empfehlungsmarketing betrieben. Damit hat aber jeder zweite Freundschaftswerber (neun Prozent aller Deutschen) in den letzten zwölf Monaten mehr als einmal geworben. Wer also als Unternehmen einen Fürsprecher unter seinen Konsumenten für sich gewonnen hat, profitiert davon mehr als einmal.

Der Studie zufolge gibt es verschiedene Gründe, warum Konsumenten ihre Freunde für Produkte werben. Am besten funktioniert Empfehlungsmarketing, wenn Unternehmen ihren Kunden gute Produkte anbieten. Drei von zehn Werbern haben deswegen ihre Freunde auf ein Produkt aufmerksam gemacht, weil sie selbst davon "überzeugt" sind. 27 Prozent haben geworben, weil sie für den Neukunden eine Prämie beziehungsweise ein Geschenk kassiert haben.

18 Prozent haben einen Freund überzeugt, weil er "sowieso schon Kunde werden wollte". 17 Prozent der Werber waren tätig, weil ihnen das Unternehmen für Neukunden einen Preisvorteil gewährte. 14 Prozent waren dagegen nicht aus eigenem Antrieb aktiv, sondern erst, als sie um Rat gefragt wurden.

17 Prozent der befragten Werber haben bereits Mundpropaganda für einen Telekommunikationsanbieter betrieben. Bei Finanzdienstleistungen liegt dieser Wert bei 15 Prozent, bei Bestellungen im Versandhandel bei 14 Prozent. Der Studie zufolge birgt Empfehlungsmarketing vor allem für Online-Händler ein hohes Potenzial: So können sich sechs von zehn Deutschen vorstellen (58 Prozent), einen Freund für eine Bestellung im Versandhandel zu werben. Bei keiner anderen Branche liefert die Umfrage so einen hohen Wert.

Die Studie zeigt auch auf, durch welche Auslöser Konsumenten zum Empfehlungsmarketing zu bewegen sind. Durch eine Anzeige in einer Zeitung oder einer Zeitschrift sind 16 Prozent auf die Idee gekommen, einen Freund für einen Anbieter zu werben. In Gesprächen mit anderen Personen kamen 15 Prozent der Werber auf den Gedanken, Mundpropaganda zu betreiben. Genauso viele wurden durch Werbung im Internet aktiv.

Interessante Ergebnisse liefert die Studie auch zu Mobilfunkprovidern: Bei T-Mobile   etwa werben im Schnitt nur 14 Prozent der Konsumenten weitere Kunden. Beim Discounter Simyo   liegt diese Quote dagegen bei erstaunlichen 50 Prozent. Eine mögliche Erklärung: Sobald sich Simyo-Kunden online auf dem Portal einloggen, wird auf ihrer personalisierten Kunden-Seite prominent für Freundschaftswerbung   geworben. Wer einen Neukunden akquiriert, bekommt eine Gutschrift in Höhe von fünf Euro.

Die Studie basiert auf 2.004 Telefon-Interviews, die zwischen 20. und 24. Juli 2007 von TNS Infratest durchgeführt wurden.
Thema: Empfehlungsmarketing: Wann Konsumenten ihre Freunde werben

Kommentar von sr

Mavens gesucht

Wie Empfehlungsmarketing funktioniert, zeigt die aktuelle Studie. Für Werbetreibende ist es daher jetzt besonders wichtig, Fürsprecher (neudeutsch: "Mavens") für ihre Produkten und Dienstleistungen im Web 2.0 zu finden. Denn ein Markenjünger ist für mehr als einen Neukunden gut.

Weiterlesen
 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: