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Online-Publishing: Deutschen Verlagen fehlt Fachpersonal

von SOB

12.10.2007 Nicht nur deutsche Multimedia-Dienstleister klagen über einen akuten Fachkräftemangel. Einer aktuellen Studie zufolge mangelt es auch Online-Publishern an qualifizierten Mitarbeitern.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Im Online-Publishing fehlt vielen Verlage das Fachpersonal: 59,4 Prozent der deutschen Fachverlage müssen daher auf externe Dienstleister zurückgreifen, um im Internet Artikel zu veröffentlichen. Zu diesem Ergebnis kommt das Branchenbarometer 'Elektronisches Publizieren' vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels  .

Diese Entwicklung ist umso erschreckender, da laut dem Börsenverein die Leser der Fachverlage immer qualifizierter im Umgang mit den neuen Medien werden. "Nutzer werden zu Experten und fordern Interaktion ein, damit müssen die Verlage lernen, richtig umzugehen", warnt Jürgen Harth , Mitglied im 'Arbeitskreis Elektronisches Publizieren  '

40 Prozent der befragen Verlag sind der Meinung, dass "Web 2.0 die Verlagswelt umfassend verändern wird". Laut der Studie sieht daher fast die Hälfte der befragten Verlage Handlungsbedarf bei Web 2.0. Diese Verlage planen, Blogs, RSS-Feeds und Podcasts in ihre Onlineangebote aufzunehmen.

30 Prozent der befragten Verlage glauben, dass sie in Zukunft die meisten Erlöse über Werbung erzielen werden. "Das kann bedeuten, dass für eine Werbefinanzierung ein Publikationsumfeld geschaffen werden muss, das Neuland für einen Verlag ist", erklärt Harth. Kein Wunder finanzieren sich doch nach wie vor viele Verlag zum Großteil über kostenpflichtige Abonnement-Dienste.

Das jährliche 'Branchenbarometer Elektrisches Publizieren' erschien 2007 zum sechsten Mal. Die Mitglieder des Vereins wurden dazu online befragt. 107 Verlage nahmen an der Befragung teil.
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