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Studie: Online und Mobil wird für B2B-Händler immer wichtiger
16.09.2013 Der Onlinehandel wird für den B2B-Sektor immer wichtiger: 92 Prozent der von Intershop für den E-Commerce-Report 2013 befragten B2B-Unternehmen in den USA und Europa vertreiben ihre Produkte bereits über das Internet. Die verbleibenden acht Prozent planen den Online-Vertrieb derzeit. Dass der Onlineumsatz aktuell im Schnitt 35 Prozent des gesamten B2B-Umsatzes ausmacht, zeigt deutlich, wie wichtig Online-Kanäle im B2B-Commerce sind.
B2B wird mobil
Gut die Hälfte der befragten Unternehmen nutzt derzeit mobile Touchpoints (inkl. Mobile-Shops und Apps). Berücksichtigt man, dass fast die Hälfte der übrigen Unternehmen dies bereits plant, werden in den kommenden 12 Monaten rund drei Viertel der befragten Unternehmen mobile Touchpoints einsetzen - damit sind Katalog- (48 Prozent) und Telefon-Direktvertrieb (45 Prozent) bereits überholt. Nach Online-Shops sind die wichtigsten länderspezifischen Vertriebswege in Deutschland Händler und Kataloge (beide 52 Prozent) sowie Online-Marktplätze (47 Prozent). Bei der Frage nach den Touchpoints, die in den nächsten 12 Monaten neu dazukommen sollen, wurden - neben Mobile (48 Prozent) - am häufigsten Online-Marktplätze (25 Prozent) genannt.
Zukunftsstrategien: mehr Touchpoints und Konsistenz
Auf die Frage nach der Vision für ihren B2B-Commerce nannte fast ein Drittel der Befragten (31 Prozent) die Integration neuer Touchpoints wie mobile Apps für Auftragserfassung, Bestellhistorie und -status sowie Apps für Vertriebsmitarbeiter. Je ca. ein Fünftel (22 bzw. 21 Prozent) wollen Online- und Offline-Touchpoints für ein nahtloses Einkaufserlebnis integrieren bzw. Self-Service-Bestellungen und ein konsistentes Einkaufserlebnis über mehrere Touchpoints hinweg realisieren.
Der B2B-Commerce im Wandel
Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) an, dass sich der B2B-Handel immer mehr vom Offline-Bereich hin zu Online-Commerce und Self-Service verlagert. Ähnlich viele Teilnehmer (51 Prozent) haben erkannt, dass auch die interne Organisation angepasst werden muss, um neue Online-Ziele zu realisieren. Gut 40 Prozent stimmten zudem folgenden Aussagen zu: B2B-Commerce übernimmt zur Optimierung des B2B-Einkaufserlebnisses Best Practices aus dem B2C; Geschäftskunden verlangen intuitive Self-Service-Tools für Auftragsbearbeitung und -management; die sozialen Netzwerke wirken sich auf Markenbewusstsein, Kaufempfehlungen und Reputation aus. Weitere 34 Prozent gaben an, dass Smartphones die Nutzung von Apps für Vertriebsmitarbeiter und Geschäftskunden fördern.
Herausforderungen im B2B-Commerce:
Die Hälfte der Unternehmen empfindet es als herausfordernd, intuitive und benutzerfreundliche Schnittstellen für mehrere Touchpoints wie z. B. B2B-Online-Shops, mobile Apps etc. anzubieten. Ähnlich viele (48 Prozent) gaben an, dass es schwierig sei, komplexe Organisationsstrukturen z. B. mit unterschiedlichen Nutzerrollen, mehreren Geschäftsmodellen, mehreren Commerce-Touchpoints und mehreren Datendomänen zu verwalten - dies gilt insbesondere für die High-Tech-Branche (60 Prozent). Des Weiteren hat fast die Hälfte der Unternehmen mit der Aufgabe zu kämpfen, ihre Offline-Kunden von Online-Handel und Self-Service zu überzeugen sowie einen flexiblen und reaktionsschnellen Kundenservice zu bieten. Dies wird insbesondere in der Automobil- und Pharmaindustrie als Herausforderung empfunden (67 bzw. 57 Prozent).
Was im B2B-Commerce außerdem wichtig wird
- Mobile Commerce wird in den kommenden 12 Monaten für fast alle befragten Unternehmen (94 Prozent) wichtig sein; für 50 Prozent war es das bereits seit mehr als sechs Monaten.
- Der B2C-Handel ist zum "Testfeld" für Unternehmen geworden, die wissen wollen, wie ECommerce-Technologien ihre B2B-Vertriebsstrategien unterstützen können. Die Kunden erwarten Ähnliches, schließlich ist jeder B2B- auch ein B2C-Kunde.
- Akzeptanz und Nutzung von sozialen Netzwerken und Mobile-Technologien nehmen in der B2B-Welt immer mehr zu. Fast zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent), das Bewerten ihrer Produkte (sogenanntes "Product Ranking") auf Social-Media-Websites aktiv zu fördern.
- Von den möglichen Touchpoint-übergreifenden Diensten, die Unternehmen anbieten können, ist "Einkauf online, Abholung in Filiale" am beliebtesten: 68 Prozent bieten diesen Service an bzw. planen dessen Einführung.

