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Affiliate in Deutschland: Schwächelnder Markt mit Betrugs-Problem
Bild: Jesus Solana
Bild: Jesus Solana unter GNU-FDL
Wenn sich die deutsche Affiliate-Branche heute auf der Affiliate Tactixx zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser in München trifft, dann spricht sie über Konversionsratenoptimierung und Multichannel-Tracking, über Mobile Commerce und Linkbuilding-Strategien, über Couponing und wie man "Produktdaten erfolgreich manipuliert". Worüber die Branche allerdings nicht so gerne spricht, ist der wachsende Bedeutungsverlust und das gestiegene Kriminalitätsproblem:
  • Obwohl der ECommerce-Markt in Deutschland nach Umsatz und Zahl der Unternehmen von Jahr zu Jahr wächst, hält der Affiliate-Markt nicht Schritt: Der Anteil des Affiliate-Umsatzes am Werbeaufkommen im E-Commerce sinkt seit 2009 sogar.
  • Gleichzeitig wächst der Anteil der Affiliate-Betrüger und Ad-Hijacker. Mittlerweile wandert jeder siebte Euro in schwarze Kassen, der im Affiliate-Segment umgesetzt wird.

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(chart: Hightext Verlag)

Erstes Problem: Der Long Tail

Eigentlich ist es ein großer Vorteil in einem sich granulierenden ECommerce-Markt: In Deutschland ist die Zahl der Affiliate-Publisher extrem hoch. 605.000 Unternehmen und Freiberufler sind bei einem der zahlreichen Affiliate-Netzwerke registriert. Insgesamt werden sie im Jahr 2012 einen Affiliate-Umsatz von 553 Millionen Euro erwirtschaften. Das ist der Wert, den man bekommt, wenn man die aktuelle Prognose des Onlinevermarkterkreises OVK zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser zum Affiliate-Netzwerkumsatz (415 Millionen Euro) nimmt und die netzwerkfreien Merchants hinzu addiert. Was rechnerisch für jeden Affiliate-Publisher einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 915 Euro und für jedes Partnerprogramm von 475.000 Euro bedeutet.

Das beweist, wie viele Micro-Businesses im deutschen Affiliate-Markt stecken - sowohl bei den Merchants mit ihren Partnerprogrammen, als auch bei den Affiliates. Diese "Publisher", wie die Branche Affiliate-Link-Schaltende bezeichnet, leben selbstverständlich nicht alle von ihrem Affiliate-Umsatz - man

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Zu: Affiliate in Deutschland: Schwächelnder Markt mit Betrugs-Problem

Affiliate-Betrug wird nicht nur über Ad-Hijacking verübt, sondern auch mittels "Unterschieben" von Affiliate-Cookies. Es wird eine trafficstarke Website genutzt, auf der z.B. ein Gewinnspiel angeboten wird, und beim Aufruf der Seite werden (mittels per CSS unsichtbar gemachter divs) auf den Rechnern der Besucher die Affiliate-Cookies verschiedener Partnerprogramme gespeichert. Kauft der Besucher später eine Ware bei Amazon oder bucht eine Reise bei einem der großen Reiseportale, erhält der Betrüger eine Affiliate-Provision, obwohl er niemals Werbung für seine "Partner" betrieben hat sondern lediglich geschickt jede Menge Affiliate-Cookie verbreitet hat.
Es gibt sogar Branchen, in denen Markteilnehmer beim Aufruf ihrer Website die Affiliate-Cookies ihrer Mitbewerber im Hintergrund setzen und so eine Provision abkassieren, falls der Besucher sich später zu einem Kauf bei der Konkurrenz entschließen sollte. Alles schon leidvoll erlebt, und auf eine Strafverfolgung derartiger Betrüger sollte man besser nicht setzen, da die Staatsanwaltschaften mit solchen Problemen überfordert sind.
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Von: Ralf Hein ,  nonstopConsulting GmbH
Am: 27.03.2012

Rechenfehler: Anteil des Affiliate Marketings liegt eher bei 20%

Ich denke in die Berechnung des Anteils von Affiliate Marketing am E-Commerce in Deutschland hat sich ein Logikfehler eingeschlichen.

Der "Umsatz" im Affiliate Marketing sind ja Provisionen, dies lässt sich also nicht direkt mit dem E-Commerce Umsatz im Shop vergleichen. Vielmehr kann man aus den Provisionen hochrechnen, für welchen Anteil am E-Commerce Umsatz Affiliate Marketing maßgeblich war. Dann sieht die Rechnung gleich vollkommen anders aus.

Meine Rechnung:
> Ausgezahlte Provisionen im Affiliate Marketing ("Affiliate Marketing Umsatz") 2011 geschätzt: 500 Mio EUR
> angenommener Provisionssatz für Affiliate Marketing inkl. aller Kosten: 10% vom Umsatz
-> ergibt nach dem berühmten Dreisatz 500 Mio EUR / 10% = 5 Mrd EUR E-Commerce Umsatz der durch Affiliate Marketing vermittelt wurde.

Bei einem E-Commerce Gesamtumsatz von 25 Mrd. EUR entspricht das 20% des deutschen E-Commerce.

Selbst wenn man die Provisionen sehr gering auf 5% vom Umsatz ansetzt (was ich für unrealistisch halte) dann ergibt die Rechnung immer noch 2,5 Mrd EUR generierten Umsatz, also einen Anteil von 10%.

Insofern ist weder ein sinkender Anteil noch eine Wachstumsschwäche zu konstatieren, sondern Affiliate Marketing ist und bleibt einer der Wachstumstreiber im deutschen E-Commerce und darf in keiner seriösen Vertriebsstrategie fehlen.

Ralf Hein
Geschäftsführer
nonstopConsulting GmbH
www.nonstopconsulting.de
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Von: Ralf Hein ,  nonstopConsulting GmbH
Am: 27.03.2012

Rechenfehler: Anteil des Affiliate Marketings liegt eher bei 20%

Ich denke in die Berechnung des Anteils von Affiliate Marketing am E-Commerce in Deutschland hat sich ein Logikfehler eingeschlichen.

Der "Umsatz" im Affiliate Marketing sind ja Provisionen, dies lässt sich also nicht direkt mit dem E-Commerce Umsatz im Shop vergleichen. Vielmehr kann man aus den Provisionen hochrechnen, für welchen Anteil am E-Commerce Umsatz Affiliate Marketing maßgeblich war. Dann sieht die Rechnung gleich vollkommen anders aus.

Meine Rechnung:
> Ausgezahlte Provisionen im Affiliate Marketing ("Affiliate Marketing Umsatz") 2011 geschätzt: 500 Mio EUR
> angenommener Provisionssatz für Affiliate Marketing inkl. aller Kosten: 10% vom Umsatz
-> ergibt nach dem berühmten Dreisatz 500 Mio EUR / 10% = 5 Mrd EUR E-Commerce Umsatz der durch Affiliate Marketing vermittelt wurde.

Bei einem E-Commerce Gesamtumsatz von 25 Mrd. EUR entspricht das 20% des deutschen E-Commerce.

Selbst wenn man die Provisionen sehr gering auf 5% vom Umsatz ansetzt (was ich für unrealistisch halte) dann ergibt die Rechnung immer noch 2,5 Mrd EUR generierten Umsatz, also einen Anteil von 10%.

Insofern ist weder ein sinkender Anteil noch eine Wachstumsschwäche zu konstatieren, sondern Affiliate Marketing ist und bleibt einer der Wachstumstreiber im deutschen E-Commerce und darf in keiner seriösen Vertriebsstrategie fehlen.

Ralf Hein
Geschäftsführer
nonstopConsulting GmbH
www.nonstopconsulting.de

Zu: Affiliate in Deutschland: Schwächelnder Markt mit Betrugs-Problem

Die 20% kommen hin - wenn man die 2,2 Prozent mit den durchschnittlich 10 Prozent ins Relation setzt, die ein Shop durchschnittlich für Werbung. Das haben wir im Artikel noch klargestellt. Übrig bleibt der sinkende Anteil des Affiliate-Markts am ECommerce-Werbemarkt ....

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Natürlich kommen diese Zahlen und die "Studie" von der "neutralen" Fa. Xamine, damit man die eigene Software besser verkaufen kann, ein Schelm, wer da Böses denkt...;-) Es wird aber auch nicht besser, wenn man solche "Grundwerte" hochrechnet, leider sind gerade im deutschen Affiliate-Marketing viele selbsternannten Experten unterwegs.

Als einer der Top3-Netzwerke im deutschsprachigen Raum mit über 1 Million Affiliate-Partnern können wir von SuperClix weder diese Zahlen, noch den Anteil und selbst nicht die Entwicklung bestätigen, wir freuen uns aber über die ermittelten "Studienergebnisse", die ja allen Netzwerken angeblich bereitgestellt werden soll. Zudem gibt es bei allen Netzwerken auch genügend Merchants, die SEM/SEA gestatten, dies wurde z.b. gar nicht berücksichtigt, und auch die Werte vom OVK zum Affiliate-Marketing in DE sind reine Schätzungen, und keine tatsächlich erfassten Daten, wie sonst üblich bei Branchenzahlen...

Grundsätzlich ist Affiliate-Marketing eine sehr wichtige Möglichkeit gerade für kleinere und mittlere Merchants/Partnerprogramm-Betreiber effektiv Werbung zu machen, und nur im Erfolgsfall diese Werbung bezahlen zu müssen. Einen solchen Vorteil haben alle anderen Werbearten nicht, und daher ist der Markt sehr wohl stark im Wachstum, auch wenn die OVK-Schätzungen nur einen kleinen Teil abbilden können und manche Netzwerke zwar Umsatz, aber auch Verluste einfahren, selbst mit den umstrittenen Methoden Postview und Retargeting.

SuperClix
Inh. und GF Marcus Lutz

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Die von Nielsen erhobenen Affiliate-Zahlen beruhen den Angaben zufolge auf der Erhebung in den Netzwerken.

Auch werden wir Ihnen gern die für uns erhobenen Daten für Ihr Netzwerk zur Verfügung stellen, damit sie diese gegenchecken, um den Affiliate-Markt gemeinsam weiter auszuleuchten.
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Von: Miriam Fohrmann ,  metaapes GmbH ,  Verbindungen
Am: 10.04.2012

Zu: Affiliate in Deutschland: Schwächelnder Markt mit Betrugs-Problem

Dass es auf der Affiliate Tactixx auch einen Vortrag zum Thema "Schutz vor Betrug durch FraudProtection" gab, der sich speziell an Werbetreibende richtete, wird hier aus irgendeinem Grund wohl nicht erwähnt...
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Von: Miriam Fohrmann ,  metaapes GmbH ,  Verbindungen
Am: 10.04.2012

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Dass es auf der Affiliate Tactixx auch einen Vortrag zum Thema "Schutz vor Betrug durch FraudProtection" gab, der sich speziell an Werbetreibende richtete, wird hier aus irgendeinem Grund wohl nicht erwähnt...

Zu: Affiliate in Deutschland: Schwächelnder Markt mit Betrugs-Problem

Bis heute gab es - trotz Versprechen - keine erhobenen Daten, die wir gegenchecken können...also alles nur Panikmache ?

Zu: Affiliate in Deutschland: Schwächelnder Markt mit Betrugs-Problem

Kleines aktuelles Update, da diese alten Kommentare von 2012 jetzt im neuen Artikel von 2014 erscheinen: Es hat sich (mal wieder) nach einiger Zeit herausgestellt, daß SuperClix keine Daten & Zahlen erhalten hat, da SuperClix nicht betroffen sind, sondern andere Netzwerke.
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