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Wie die Zukunft des Content-Marketings aussieht
16.07.2018 Lange Zeit ist es ein Hype-Thema gewesen, nun geht es um Entwicklungsperspektiven: iBusiness hat Marketing-Experten gefragt, wie für sie die Zukunft des Content-Marketings aussieht. Es zeigt sich: Manche Marken und Agenturen tun sich immer noch mit den Grundlagen schwer.
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Dabei gibt es substanzielle Unterschiede zwischen einer als Content-Marketing bezeichneten Werbung und echtem Content-Marketing.
| (Content-)Werbung | Content-Marketing |
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| Geld kommt aus dem Marketing-Budget | eigenes Content-Budget |
| nach Medienplan (bezahlt) platziert - Push | vom Nutzer wegen des Infogehalts aktiv rezipiert - Pull |
| Marke steht vorne | Marke steht im Hintergrund |
| emotionalisierend gegenüber der Marke | informationell/Nutzwert schaffend in markennahen Themenbereichen |
| kanalzentrierte Strategie | markenzentrierte Strategie |
| schafft Kaufimpulse für Produkt | schafft allgemeine Nachfrage für Produktgruppe |
| schafft Bewusstsein für die Marke | etabliert Marke als kompetente Autorität für ein enges Thema |
iBusiness hat Marketing-Experten auf Facebook gefragt, wie ihrer Meinung nach die Zukunft des Content-Marketings aussieht. Die Antworten geben einige Entwicklungsperspektiven vor - am kontroversesten wird dabei die künftige Rolle von Influencern diskutiert. Alexander Markert etwa geht von einem Verschwinden der "Influencer" (mit Anführungszeichen) aus, die dann im Zuge der Professionalisierung durch Influencer (ohne "") ersetzt werden.
| Wie man eine seriöse Agentur für sein Content-Marketing erkennt |
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Einig sind sich viele Experten darin, dass Content-Marketing visueller werden wird: "Es ging eigentlich doch schon immer um 'Inhalt' und um 'Stories' - das wird sich nicht ändern. Allerdings wird der Inhalt immer multimedialer werden", sagt Oliver Hellriegel: "mehr Bewegtbild, weniger Text; mehr Emotion, weniger Information." Ähnlich sieht es Manfred Sulzmann: " Immer mehr Bewegtbild - weniger Text, vor allem keine SEO-Texte."
Constantin Rehberg, Chief Digital Officer, gibt zu bedenken: Nicht jede Marke wird zur Medienmarke werden können, einerseits aus logischen Gründen und andererseits aus Gründen der Kernkompetenzen. In Zukunft wird es also immer mehr darauf ankommen, das Thema richtig (und damit vollumfänglich) anzugehen, oder eben mehr oder minder gar nicht. Ich denke, wer dazwischen agiert wird es verdammt schwer haben."
Der Experte für digitales Marketing Sebastian Eisenbürger sieht die künftige Herausforderung dagegen eher in der zielgerichteten, getargeteten Ausspielung des Contents: " Inhalte gibt es ohne Ende. Die richtigen Inhalte passend zur Situation, zum Konsumenten, zum Medium und zum Verhalten des Konsumenten ist meine Antwort auf die Frage."
Bei dieser Herausforderung, so denken die meisten Experten, wird Technologie eine immer größere Rolle für das Content-Marketing spielen: Johannes F. Woll von der Social Event GmbH erwartet: "kontextuelle Real-Time-Kommunikation, 1-to-1."
Michael Kleina, Experte für digitale Sichtbarkeit bei Kleina Consulting glaubt an die vermehrte Hilfe von Künstlicher Intelligenz, "die bezogen auf bestimmte Settings, Inhalte, Themen beziehungsweise aktuelle neue Trends aufgreift und daraus Texte erstellt, Vorschläge für Video oder Podcasts ableitet." Und Frank S. Miller sieht "im Zentrum die kreative Idee als Basis für die Story befruchtet durch Technologie - die moderne Art der Kreativität."
Eher die Basics hat dagegen Hanns Kronenberg im Blick - er sieht vor allem ein "Must have: (ein) langfristiges Konzept der Nutzerorientierung". Doch eben das fehlt oft: Die Fokussierung auf den Kunden ist das Kernelement und gleichzeitig die Herausforderung an etablierte Marketingprozesse, die auf Unterbrecherwerbung eingeübt sind. Und somit werden die Zukunftsthemen nicht korrekt umgesetzt werden, liegt dem Content-Marketing nicht eine Strategie zugrunde, die man sich als Marke individuell erarbeiten muss:
- Es muss untersucht werden, was schon an Content existiert und das Brauchbare isoliert werden
- Man muss die gewünschte Zielgruppe definieren und dann aufspüren: Wo sind die? In Foren und Communities?
- Man muss untersuchen, in welchen Stadien der Customer Journey sich verschiedene Kundengruppen auf verschiedenen Kanälen befinden.
- Dort lässt sich dann Nachfrage schaffen, indem man dem Nutzer eine für seine Position in der Journey angemessene Botschaft schickt. Nur wie...
Hier greift die Kür des Content-Marketings - bestenfalls macht sie eine Marke zur Autorität für ein bestimmtes Thema, sodass der Kunde die Marke sofort mit einem bestimmten Content assoziiert.
