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Social Media-Analyse: Internetnutzer besorgt beim Thema Handelskrieg

08.08.2018 Der Handelskrieg zwischen der EU und der USA beherrscht die Schlagzeilen seit Wochen. Was die Nutzer im Netz über die wirtschaftliche Auseinandersetzung sagen, zeigt eine Social-Media-Analyse von VICO Research & Consulting  , die rund 27.000 Social Web-Beiträge zum Handelskrieg analysiert haben. Ergebnis: Der Handelskrieg wird im Netz überwiegend negativ und mit Sorge betrachtet.

 (Bild: ArtCoreStudios/ Pixabay)
Bild: ArtCoreStudios/ Pixabay
87 Prozent aller analysierten, wertenden Beiträge waren negativer Natur. Viele Nutzer äußern die Angst, dass sich der weltweite Konflikt stark auf die europäische Wirtschaftslage auswirkt und eventuell sogar zu einem echten Krieg oder zur Spaltung der EU führen wird. Andere kritisieren, dass Themen wie die Flüchtlingskrise mehr im Fokus der medialen Berichterstattung stünden als der Handelskrieg.

Weniger als 13 Prozent der Nutzer bewerten die wirtschaftliche Auseinandersetzung mit Amerika hingegen positiv und sehen darin eher eine Chance für Europa, die Beziehungen zu China auszubauen und zu stärken. Auch über die Auswirkungen auf den Aktienmarkt werden viel diskutiert - einige User spekulieren auf die Kurse und erhoffen sich einen guten Handel.
Einführung der Strafzölle sorgt für Aufruhr unter den Nutzern

Den Höhepunkt erreichte die erfasste Kommunikation am 6. Juli mit über 3.000 Beiträgen. An diesem Tag traten Sonderzölle der USA auf Importe aus China in Kraft und markierten damit den Beginn des weltweiten Handelskriegs. Weitere Peaks in der Kommunikation erfolgten am 15. Juni mit knapp 2.000 Beiträgen - Ankündigung der EU-Strafzölle auf amerikanische Waren - und am 19. Juni. Mit rund 2.2000 Einträgen kommentierten Nutzer zu diesem Zeitpunkt die Erhebung der Vergeltungszölle der EU und die Eskalation im Handelsstreit zwischen Amerika und China.
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