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Videokonsum steigt, Toleranz für Werbung schwindet

21.12.2015 Die Gewohnheiten der Verbraucher beim Betrachten von Online-Videos verändern sich rapide, so das Ergebnis der neuesten Umfrage unter mehr als 1.200 Verbrauchern von Limelight Networks  .

 (Bild: Netflix)
Bild: Netflix
Laut der aktuellen Studie The State of Online Video   betrachten mehr als 83 Prozent der Verbraucher Videos on Demand. Dies entspricht einer Zunahme um vier Prozent seit April 2015. Der Prozentsatz der Personen, die vier oder mehr Stunden pro Woche mit dem Betrachten von Videos on Demand verbringen, hat sich auf 36 Prozent erhöht - verglichen mit 30 Prozent im April 2015. Unter den Millennials wuchs vor allem die Anzahl der Vielseher, also die Gruppen, die zehn oder mehr Stunden lang Videos pro Woche konsumierten (nahezu 20 Prozent gegenüber 15 Prozent im April 2015), möglicherweise, weil diese Altersgruppe häufiger Serienmarathons macht als andere Altersgruppen.

Die Studie untersucht auch, welche Geräte die Verbraucher für den Konsum von Video on Demand verwenden. Eine zunehmende Zahl von Verbrauchern nutzt Video-on-Demand-Angebote auf ihren TV-Geräten, entweder mittels Smart-TV-Apps oder auf vernetzten Geräten wie Apple TV  , Xbox One   oder Sony PS4  . Dies bedeutet eine große Herausforderung für Content Provider. Sie müssen Broadcast-Qualität für eine Vielzahl von Geräten gewährleisten, da die Verbraucher ihren Videokonsum abbrechen, wenn die Qualität nicht ihren Erwartungen entspricht.

Millennials tragen weiter entscheidend zur Veränderung der Sehgewohnheiten von Online-Videos bei

Weitere Ergebnisse der Studie beschäftigen sich mit den Gewohnheiten von Millanials:
  • Millennials sind weit eher geneigt, Over-the-top-Dienste (OTT) zu abonnieren. Auf die Frage, wie viele Online-Dienste (z.B. Netflix  ) sie momentan nutzen, antworteten mehr als 40 Prozent der Millennials, dass sie mindestens einen dieser Dienste abonniert haben. Bei älteren Generationen liegt dieser Anteil bei 32 Prozent. Zudem abonnieren 31 Prozent der Millennials zwei oder mehr OTT-Dienste, verglichen mit 18 Prozent bei älteren Generationen.
  • Für einen Ausstieg ist immer häufiger die Verfügbarkeit von Inhalten ausschlaggebend. Im Rahmen der letzten Studie ('The State of Online Video' April 2015) wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Verbraucher ihre Bezahl- und Kabel-TV-Dienste vor allem aufgrund anhaltender Preissteigerungen beenden würden. Die jüngste Umfrage zeigte jetzt, dass der Zugang zu gewünschten Inhalten diese Entscheidung zunehmend beeinflusst. Somit kommt der Bereitstellung von Inhalten direkt durch den Inhaltseigentümer, der direkten Online-Verbreitung von Live-Events und der Verfügbarkeit via Antenne nun eine immer größere Rolle zu als dies in der Vergangenheit der Fall war.
  • Die Geduld der Millennials für Video-Buffering schwindet. Im Vergleich mit April 2015 stieg die Anzahl der Befragten, die angaben, die Wiedergabe eines Videos bereits wegen eines einzigen Bufferings zu beenden, um 35 Prozent. Dies bedeutet, dass die Service Provider heutzutage ein weitaus geringeres Maß an Geduld voraussetzen dürfen.

Weitere wichtige Ergebnisse des Berichts:

  • Apps auf Smart-TVs sind die am häufigsten genutzte Quelle für das Betrachten von Videos auf dem Fernseher. Trotz der raschen Verbreitung von OTT-Geräten ist das Smart-TV-Gerät für die meisten Verbraucher nach wie vor das bevorzugte Gerät beim Betrachten von OTT-Inhalten.
  • Bei OTT-Geräten ist die Xbox marktführend; Sony folgt mit geringem Abstand. Die Umfrage ergab, dass die Xbox mit 28 Prozent den größten Marktanteil bei 'Multifunktions-OTT-Geräten' besitzt. Sony PS4 und Apple TV folgen mit 24 Prozent beziehungsweise 16 Prozent. Die Umfrage berücksichtigte darüber hinaus den Amazon Fire TV Stick  , der sich mit acht Marktanteilen knapp hinter Roku mit elf Prozent Marktanteilen platzieren konnte.
  • mmer weniger Personen teilen Video-Inhalte online und Facebook   büßt seine führende Rolle mehr und mehr ein. Der Vergleich mit den Ergebnissen vom April zeigt, dass die Zahl der Personen, die keine Video-Inhalte teilen, um 20 Prozent zugenommen hat. Die Zahl der Facebook-, Twitter- und Pinterest-Nutzer, die regelmäßig Inhalte teilen, nahm dementsprechend ab. Nur bei YouTube-Nutzern blieb die Anzahl unverändert.
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