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Studie enthüllt: Onlinevideo-Boom schadet TV-Sendern

von sr

29.11.2006 TV-Anstalten brauchen unbedingt schlüssige Crossmedia-Strategien, um langfristig nicht den Großteil ihrer Zuschauer zu verlieren. Denn einer aktuellen Studie kehren immer mehr Internetnutzer den traditionellen TV-Programm den Rücken und konsumieren Bewegtbilder lieber im Internet.

Online-Videos kannibalisieren den TV-Konsum. Das ist das Fazit einer aktuellen Studie, die das britische Broadcasting-Unternehmen BBC   zusammen mit dem Marktforschungsinstitut ICM Research   durchgeführt hat. Laut der Untersuchung sieht bereits jeder zehnte Brite (neun Prozent der Befragten) mindestens einmal pro Woche ein Online-Video. Weitere 13 Prozent der britischen Verbraucher konsumieren Onlinevideo-Inhalte nach eigenen Abgaben "regelmäßig". Zehn Prozent der Befragten planen zudem, künftig regelmäßig Online-Videos anzuschauen.

Die Studie zeigt, dass die Nutzer von Onlinevideos zunehmend den Fernsehanstalten als Zuschauer verloren gehen. So gibt jeder fünfte Nutzer von Online-Videos an, dass er mittlerweile "weitaus weniger" TV sieht als früher. Weitere 23 Prozent der Onlinevideo-Fans schauen nach eigenen Angaben wegen der starken Nutzung von Internet-Clips mittlerweile "etwas weniger" fern.

Am meisten nutzen Online-Videos übrigens die 16- bis 24-Jährigen: In dieser Altersgruppe schauen sich 27 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche ein Online-Video an. Mit zunehmendem Alter sinkt das Interesse an den Internet-Clips: Bei den 25- bis 34-Jährigen schauen noch zwölf Prozent der Befragten regelmäßig Online-Videos, bei den 35- bis 44-Jährigen sind es bereits nur noch gut fünf Prozent.

Für die Studie hat ICM Research über 2.000 Verbraucher aus Großbritannien befragt.
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