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IPTV: TV-Anstalten rechnen erst langfristig mit Zusatzeinkünften

19.10.2007 Obwohl die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über das Internet ein enormes Potenzial hat, interessiert IPTV die meisten Verbraucher aktuell noch nicht.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Deutsche Sender wollen wegen IPTV ihr Geschäftsmodell vorerst nicht grundlegend verändern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Münchner Unternehmensberatung Deloitte  . Demnach sehen 58 Prozent der befragten Sender in IPTV vor allem eine Ergänzung zu ihrem traditionellen Angebot. 42 Prozent der befragten TV-Anstalten wollen über IPTV-Angebote aber ihre Marken stärken.

IPTV-Anbieter und Content-Lieferanten können laut der Studie die Potenziale von IPTV nur ausschöpfen, wenn sie hochwertige Inhalte, eine attraktive Preisgestaltung und interaktive Mehrwertdienste bieten. IPTV-Formate wie Timeshift-TV oder Video-on-Demand bieten der Studie nach theoretisch zwar erhebliche Potenziale, werden aber von den Verbrauchern derzeit nicht nachgefragt. Auf die Generierung von Zusatzerlösen über IPTV hoffen daher aktuell erst 25 Prozent der befragten TV-Anstalten.

Laut der Studie verfügen etwa 40 Prozent der deutschen Haushalte über einen Breitbandanschluss. Absolut sind dies etwa 15 Millionen: gegenüber 20 Millionen Haushalten mit Kabelanschluss, 14,5 Millionen Satelliten-Empfängern und 2,2 Millionen Terrestrik-Haushalten. "Die Voraussetzungen sind günstig für eine IPTV-Verbreitung", betont Klaus Böhm , Senior Manager Media bei Deloitte.
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