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Die Externalisierten schlagen zurück: Uber kriegt Ärger
18.06.2015 Die Arbeitskommission von Kalifornien hat entschieden, dass die Fahrer des Vermittlungsdienstes Uber als Angestellte des Unternehmens zu betrachten sind - und eben nicht als eigenständige Unternehmer, deren Leistungen Uber lediglich vermittelt. Dieser Beschluss könnte dem Geschäftsmodell des Portals den Todesstoß verpassen. Ist aber vor allem ein Beleg dafür, dass die Externalisierung der sozialen Kosten, die viele Internet-Unternehmen betreiben, an ihre Grenzen stößt.
Hintergrund der Entscheidung ist der Streit eines früheren Fahrers mit Uber. Der hatte Entschädigung verlangt, die Uber mit dem Hinweis auf den eigenen Plattform-Character ablehnte, worauf der Fahrer Klage einreichte. Die Behörde argumentierte, Uber diktiere wichtige Rahmenbedingungen wie etwa das Alter des Wagens oder wer als Fahrer in Frage komme. Daher müsse Uber seinen Fahrern auch alle bei der Ausübung ihrer Arbeit anfallenden Kosten, wie etwa Autobahngebühren, erstatten.
Diese kalifornische Entscheidung ist ein weiterer Beleg der iBusiness-Analyse vom vergangenen Jahr, nach der die Expernalisierung sozialer Kosten, die Internet-Unternehmen zunehmend versuchen, auf Widerstand von Gesellschaften und Politik stoßen. Und dass die unfairen Vorteile schrumpfen werden, die Internet-Unternehmen gegenüber klassischen Unternehmen haben - von der Sozialpflicht bis hin zu Steuervorteilen.
In Deutschland hat Uber seine Pläne begraben, sein disruptives Vermittlungsmodell durchzusetzen. Schon vor einigen Wochen hatte ein deutsches Gericht Uber verboten, Fahrgäste an Fahrer ohne Taxi-Lizenz zu vermitteln. Uber hatte daraufhin angekündigt, einen neuen, gesetzeskonformen Dienst namens UberX zu starten. Zugleich wollte das Unternehmen aber vor Gericht weiter für sein bisheriges Modell kämpfen. Diese Pläne sind inzwischen vom Tisch.
