Jetzt zum Webinar anmelden
Agenturwert berechnen
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Digitale Talentlücke: Mitarbeiter schulen sich selber
02.11.2017 Die digitale Talentlücke - die Differenz zwischen der Nachfrage und dem Angebot an digitalem Talenten - vergrößert sich. Jedes zweite von Berater Capgemini dazu befragte Unternehmen stimmt dieser Aussage zu. Darüber hinaus stimmten mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Organisationen zu, dass die digitale Talentlücke die unternehmenseigenen digitalen Transformationsprogramme behindert und dass ihre Organisation wegen des Mangels an digitalen Talenten einen Wettbewerbsvorteil verloren hat
Viele Angestellte sind besorgt, dass ihre Fähigkeiten bereits jetzt überflüssig sind oder es bald werden. Insgesamt erwarten das 29 Prozent der Beschäftigten bereits mit Blick auf die nächsten zwei Jahre, während mehr als ein Drittel (38 Prozent) angaben, dass ihre Fähigkeiten in den nächsten vier bis fünf Jahren als überflüssig erachten werden. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Mitarbeitergeneration Y und Z sind der Meinung, dass ihre derzeitige Qualifikation in den nächsten vier bis fünf Jahren überflüssig sein wird.
Fast jeder Zweite befürchtet, seine Fähigkeiten sind nicht zukunftsfähig
Dem Bericht zufolge erwarten 48 Prozent der Beschäftigten im Automobilsektor, dass ihr digitales Fachwissen in den nächsten vier bis fünf Jahren überflüssig werden wird, gefolgt vom Bankensektor mit 44 Prozent. Bei den Versorgungsunternehmen befürchten dies 42 Prozent sowie im Bereich der Telekommunikation und der Versicherungen 39 Prozent. Mitarbeiter haben außerdem den Eindruck, dass die Trainingsprogramme der Unternehmen nicht sehr effektiv sind. Mehr als die Hälfte der heutigen digitalen Talente sagen, dass Trainingsprogramme nicht hilfreich sind oder dass der Arbeitgeber ihnen keine Arbeitszeit für die Teilnahme einräumt.Die Sorge vor der Redundanz der eigenen Fähigkeiten und mangelndes Vertrauen in die Weiterbildungsmaßnahmen der eigenen Organisation haben das Potenzial, Fluktuation zu provozieren. Mehr als die Hälfte der digital versierten Mitarbeiter (55 Prozent) gibt an, bereitwillig in ein anderes Unternehmen zu wechseln, wenn das Gefühl besteht, dass ihre digitalen Fähigkeiten bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber stagnieren. Fast die Hälfte der befragten Beschäftigten (47 Prozent) tendiert dazu, zu anderen Unternehmen zu wechseln, wenn dort bessere digitale Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden. In diesem Zusammenhang sind auch Arbeitgeber um den Abgang von qualifiziertem Personal besorgt. Knapp die Hälfte der Arbeitgeber (51 Prozent) geht davon aus, dass ihre Mitarbeiter nach den Trainingsmaßnahmen die Organisation verlassen werden, und geben gleichzeitig an, dass ihre digitalen Weiterbildungsangebote nicht gut besucht sind.
Die Talentlücke im Bereich digitaler Soft-Skills ist ausgeprägter als in den digitalen Hard-Skills
Eine hohe Nachfrage besteht besonders bei Personen, die bereits Erfahrungen mit so genannten digitalen Hard-Skills gesammelt haben, in Bereichen wie der fortgeschrittenen Analytik, Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit. Unternehmen fragen allerdings besonders so genannte digitale Soft-Skills wie Kundenorientierung und eine grundlegende Lernbereitschaft oder Wandlungsfähigkeit als zunehmend wichtige Charakteristika eines digitalen Professionals nach. Die größte Lücke in dem Bereich der Soft-Skills besteht in einem selbstverständlichen Umgang mit Unsicherheit und neuen Formen von Zusammenarbeit.Weitere Ergebnisse:
- 51 Prozent befragter Arbeitgeber geben an, zu wenig digitale Hard-Skills in ihrer Organisation zu haben, 59 Prozent sehen einen Mangel von weichen digitalen Skills unter den Angestellten.
- Sieben von zehn digital talentierten Mitarbeitern (72 Prozent) ziehen es vor, in Organisationen mit einer unternehmerischen Start-up-Kultur zu arbeiten, die Agilität und Flexibilität fördern.
- Digitale Talente können in einer Umgebung ohne Freiheit zum Experimentieren und Raum für Fehler nicht florieren. Eine fehlende Kultur des Experimentierens geht auf Kosten der Innovationsfähigkeit.
Die Untersuchungen der LinkedIn-Daten, die als Basis für die Analysen in diesem Report verwendet wurden, haben gezeigt, dass Data Scientists und Full Stack Developers im letzten Jahr am stärksten nachgefragt waren. Diese 10 Profile werden erwartungsgemäß von Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren am stärksten gesucht:
- Information Security/Privacy Consultant
- Chief Digital Officer/Chief Digital Information Officer
- Data Architect
- Digital Project Manager
- Data Engineer
- Chief Customer Officer
- Personal Web Manager
- Chief Internet of Things Officer
- Data Scientist
- Chief Analytics Officer/Chief Data Officer
