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Prognose 2025: Digitaler Gesundheitsmarkt in Europa soll auf 232 Milliarden Euro wachsen
02.10.2020 Vor der weltweiten Covid-19-Pandemie standen viele Patienten dem Arztbesuch per Videochat oder der Datenübermittlung an Versorger eher kritisch gegenüber. Durch den täglichen Umgang mit digitalen Dienstleistungen und Produkten ändert sich diese Ausgangslage. Damit nimmt der digitale Gesundheitsmarkt weiter an Fahrt auf.
Spezialisierte Plattformanbieter mit guten Chancen
Das durch die Pandemie beschleunigte Wachstum trifft auf einen stark fragmentierten Markt. Einerseits versuchen sich große Technologieunternehmen mit riesigen Datenmengen zu positionieren. Andererseits bringen kleinere Anbieter Applikationen und spezielle Lösungen für bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, auf den Markt. 2019 waren sich noch 61 Prozent der Experten sicher, dass die großen Tech-Konzerne bis 2025 ein integraler Bestandteil des Gesundheitssystems sein werden. Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen jedoch: Lediglich zehn Prozent der Patienten mit Vorerkrankungen würden sich an diese Unternehmen wenden. Damit steigen laut den Studienautoren die Chancen für Unternehmen und Plattformanbieter aus dem Gesundheitswesen, die als Schnittstelle virtuelle und reale Dienstleistungen kombinieren.An diese neuen Plattformmodelle sollten sich auch ambulante Dienstleistungsanbieter anpassen. Ansonsten laufen sie mittelfristig Gefahr marginalisiert oder aus dem Markt gedrängt zu werden. So erwarten etwa 64 Prozent der Befragten veränderte Geschäftsmodelle für ambulante Dienstleistungen.
