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Studie: Jeder vierte Deutsche möchte mobil einkaufen

26.05.2008 Einkaufen mit dem Handy wann und wo der Kunde es will. Darauf hoffen in Europa vor allem die Deutschen Konsumenten, wie eine Studie von Lightspeed jetzt herausgefunden hat. Profitieren werden davon vor allem die großen Handelsmarken.

 (Bild: SXC.hu/sanja gjenero)
Bild: SXC.hu/sanja gjenero
Laut einer Studie der US-amerikanischen Marktforscher von Lightspeed Research   akzeptieren 25 Prozent der Deutschen mobiles Shopping als zusätzlichen Vertriebskanal. Damit ist Deutschland im europäischen Vergleich führend. In Großbritannien (17 Prozent) und Frankreich (neun Prozent) können sich nur die wenigsten Konsumenten vorstellen, Produkte und Dienstleistungen über ihr Mobiltelefon zu kaufen.

Von dieser Entwicklung werden, so die Studie, vor allem die bekannten Handelsmarken profitieren. Denn die Akzeptanz des mobile Shopping ist in erster Linie abhängig von einem positiven Sicherheitsgefühl der Nutzer und dem Vertrauen in die Händler. So gaben 60 Prozent der befragten Deutschen an, dass sie nur einem bekannten Online-Shop vertrauen würden. 56 Prozent wollen nur dort mobil einkaufen, wo sie schon im stationären Internet Kunde sind. Bekannten Handelsketten trauen 55 Prozent der Deutschen zu, mobiles Einkaufen sicher abwickeln zu können. Anders als im klassischen Online- und Einzelhandel ist nur für 32 Prozent der Befragten ein niedriger Preis das entscheidende Kriterium zum mobilen Shoppen.

Mobile Käufer kaufen auch mobile Produkte und Dienstleistungen: Fast 80 Prozent der Befragten, würden vor allem Fahrkarten und Flüge von unterwegs buchen wollen. Auch Kino-, Theater- und Veranstaltungskarten würden 68 Prozent über ihr Mobiltelefon bestellen. Aber auch klassische Internet-Sortimente wie Bücher und DVDs/CDs wollen 60 Prozent von den Kunden mobil erstehen. Wenig mobiles Kaufinteresse lösen dagegen Blumen (44 Prozent), Kleidung (37 Prozent) und Nahrungsmittel (33 Prozent) aus.

Für die Händler bedeutet diese Entwicklung schon jetzt in neue mobile Verkaufskonzepte zu investieren. Dabei stehen sich zur Zeit zwei Konzepte gegenüber: der Internetshop für das Handy und durch Dateneingabe wie SMS oder bald durch Bilderkennung gestützte Shoplösungen.

Der mobile Internetshop ist eine Anpassung des stationären Shops an die technischen Spezifikationen des Handys. Diese Lösungen finden sich momentan vor allem bei den klassischen Multichannel-Händlern wie Quelle  , Otto   oder Neckermann  . Neckermann.de beispielsweise legt seinen Fokus "im Moment auf der Permission-Generierung mittels des Online-Shops sowie in der Weiterentwicklung des Mobilen Shops", skizziert Nico Jung , Manager eCRM, m- & t-Commerce/Neue Medien, die Mobile-Strategie gegenüber iBusiness.

Durch die technische Weiterentwicklung digitaler Bilderkennungssysteme testen mittlerweile einige Online-Händler mobile Shoplösungen, in denen der Nutzer ein Produkt mit der Kamera seines Handy fotografiert und dann auf die Produktseite des Mobile-Shops gelinkt wird. Das Schweizer Start-up Kooaba  , Gewinner der diesjährigen MobileMonday-Demo-Night   in München, hat eine solche Lösung bereits technisch umgesetzt und in den Markt eingeführt. E-Commerce-Experte Jochen Krisch hält diese neuen Shop-Modell für "sehr spannend." Welche Anwendungen daraus entstehen werden, so erklärte er gegenüber iBusiness könne er "noch nicht abschätzen". Vorläufer dieser Technik sind schon jetzt bei Amazon im Einsatz. Hier funktioniert die Produktsuche über die Eingabe beispielsweise des Produktnamens oder des UPC- oder ISBN-Codes.

Thema: Studie: Jeder vierte Deutsche möchte mobil einkaufen

Kommentar von Olaf Groß

Mobile Shopping: Jetzt muss die Technik nachziehen

Die Deutschen wollen es: Einkaufen mit dem Handy. Aber eine simple eins-zu-eins-Kopie stationärer Online-Shops wird diesem Zukunftsmarkt nicht gerecht.

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 (Hightext)
Bild: Hightext
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