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Neckermann macht nur noch Online
25.06.2008 Bis zum Jahr 2010 sollen 70 Prozent der Umsätze beim Multi-Channel-Händler Neckermann über das Internet kommen. Dafür wird der alte Printkatalog nach und nach eingestellt. Den Anfang macht die Schweiz.
Das ist das Ergebnis einer grundlegenden Neupositionierung des altehrwürdigen Frankfurter Versandhauses hin zum Online-Händler. Bis 2010 soll das E-Commerce-Geschäft statt heute 50 mindestens 70 Prozent des Umsatzes in der Neckermann-Gruppe ausmachen. Die Umwandlung der Schweizer Landesgesellschaft in ein reines
E-Commerce-Unternehmen ist der Beginn. Damit macht Neckermann Ernst mit seiner Ankündigung eines der führenden E-Commerce-Unternehmen Deutschlands werden zu wollen. Anscheinend ließen sich bei der ehemaligen Acandor-Tochter (vormals KarstadtQuelle) Katalog- und ECommerce-Strategie nicht nachhaltig unter einen Hut bringen.
Martin Gittel, Leiter Marketing & Kommunikation der Neckermann.ch AG ist überzeugt, dass die Zukunft des Schweizer Versandhandels im Internet liege. "Mit unserer Entscheidung für 100 Prozent Internet wollen wir zum führenden Universalversender in der Schweiz werden", erklärt Gittel. Ob und wann auch im Neckermann-Mutterland das Aus für das Big Book kommt, ist noch unklar. Unternehmenssprecher Christian Treinies war bis Redaktionsschluss für ein Statement nicht erreichbar.
