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Studie: Versicherungskunden scheuen noch das Internet

15.11.2010 85 Prozent aller Versicherungskunden schließen nach wie vor beim Versicherungsvertreter ab, knapp die Hälfte davon immerhin schaut vorher schon ins Internet, so eine Studie der Allianz  .

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Die Mehrheit der deutschen Versicherungskunden bleibt beim Vertragsabschluss noch offline: Laut einer gemeinsamen Studie der GfK Panel Services  , Allianz und Google   unter 20.000 Haushalten dominiert mit 85 Prozent aller Abschlüsse der klassische Weg über den Vermittler. Der Anteil der Online-Abschlüsse stieg von 5,1 Prozent im Jahr 2004 auf 9 Prozent 2009. Vor allem Kfz-Policen und Auslandsreise-Krankenversicherungen werden online abgeschlossen (jeweils 14 Prozent aller Abschlüsse) - also weniger komplexe Produkte, die man auf Online-Portalen vergleichen kann.

Selbst Kunden mit Internetanschluss bevorzugen den klassischen Abschluss: 40 Prozent dieser Kunden recherchieren im Netz, bevor sie eine Versicherung kaufen. Dabei klicken sie sich mehrheitlich durch bis zu fünf Seiten. Mit 18,1 Prozent werden am häufigsten allgemeine Informationsseiten aufgerufen, beispielsweise die Online-Seiten von Tageszeitungen mit versicherungsbezogener Berichterstattung, gefolgt von Suchmaschinen (16,3 Prozent) und Vergleichsportalen (13,2 Prozent).

Die Online-Informationsphase dieser Kunden dauert durchschnittlich vier Wochen - danach schließt ein Viertel auch online ab, 75 Prozent unterschreiben ihren neuen Vertrag beim Vermittler. Die Mehrheit der Kunden mit Internetanschluss (rund 60 Prozent) bleibt jedoch noch offline - sowohl bei der Information über Versicherungen als auch beim Abschluss. Insgesamt 90 Prozent der Neukunden mit Internetzugang, ob sie online recherchieren oder nicht, ziehen somit den persönlichen Kontakt zum Versicherungsfachmann bei Vertragsabschluss vor.

Dass sich Internetnutzer durchaus für Versicherungen interessieren, zeigt die Reichweite der versicherungsrelevanten Seiten im Netz: 42 Prozent aller Nutzer besuchen im Durchschnitt pro Quartal Seiten mit Versicherungsinformationen, 16 Prozent stellen versicherungsspezifische Suchanfragen. Auffällig ist: Personen, die sich im Netz über Versicherungsthemen informieren, sind im Vergleich zu allen Internetnutzern älter.
Besonders im vierten Quartal, während des Wechselgeschäfts in der Autoversicherung, steigt die Reichweite von Versicherungsseiten auf 50 Prozent, die Reichweite von Internetseiten zur Kfz-Versicherung verdoppelt sich dabei. Auch bei aktuellen Diskussionen zur Sozialversicherung steigt das Interesse: Als während des Messzeitraums über die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen berichtet wurde, hat sich jeder fünfte Internetnutzer über die private Krankenversicherung im Netz informiert.
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