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Analyse Smart Logistics: Zukunftsaussichten der Lieferkonzepte

18.04.2017 Händler und Logistiker suchen nach zukunftsfähigen Zustellkonzepten. Denn nur mit klugen Alternative für die Letzte-Meile-Lieferung lassen sich ECommerce-Wachstum, Urbanisierung und Umweltschutz in Einklang bringen.

 (Bild: Alexas_Fotos / Pixabay.com)
Bild: Alexas_Fotos / Pixabay.com

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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Für neue Lieferkonzepte gibt es viele Hürden - doch die wichtigste ist die Kundenakzeptanz. iBusiness analysiert, welche Wünsche Kunden in Zukunft haben und welche Konzepte sich durchsetzen werden.
Wie eng Logistik und ECommerce zusammenhängen, hat nicht erst das Beispiel Amazon gezeigt. Das richtige Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort, schnell und zuverlässig geliefert, retourniert, erstattet und neu verkauft - wer diese Prozesse aus dem Effeff beherrscht, muss nicht immer nur über den günstigsten Preis überzeugen.

Die Herausforderungen an Händler werden dabei allerdings nicht eben geringer. Einerseits steigen die Ansprüche der Kunden kontinuierlich. Andererseits werden die Anforderungen in einer dynamisch wachsenden, urbanisierten Umwelt immer komplexer. Und zuletzt drohen steigender Lieferverkehr, Umweltbelastung und damit verbundene Regulierungsmaßnahmen weiteres Wachstum abzuwürgen.

Es droht ein Szenario, in dem:
  • Aspekte wie Feinstaub-, Lärm- und Verkehrs- und Parkraumbelastung in den Vordergrund rücken und das Wachstum des Onlinehandels dämpfen.
  • Große ECommerce-, Marktplatz- und Fulfillment-Anbieter (wie Amazon   oder Ebay  ) einen weiteren Vorteil erringen, weil sie eine zentrale und integrierte Logistik bieten können.
  • Andere Händler Zugang zu gleichwertigen Alternativen erhalten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Eine zeitgemäß komfortable und umweltgerechte Positionierung entscheidend wird.
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gewinnen für Logistikanbieter vor diesem Hintergrund an Bedeutung und können nur umgesetzt werden, indem neue Technologien integriert werden. Um diesen immer technologischeren Ansatz zu beschreiben, wurde der Begriff Smart Logistic eingeführt. Dessen Charakteristiken sind:
  • Technische Entwicklung: Mobiles Internet, Social Media, Radiofrequenztechnik, automatisierte Identifikationssysteme und IoT finden immer mehr Verbreitung und Anwendung in der Logistik.
  • Kundenbezug: Auch das Voraussagen des Konsumverhaltens und das Erfüllen der kundenspezifischen Anforderungen gerät in den Fokus. In Zukunft sollen intelligente Algorithmen Bestellungen und Transportanforderungen antizipieren und so die benötigte Ware schon zum Zeitpunkt der Bestellung in unmittelbarer Nähe zum Kunde befindet.

Stadtplaner nehmen Lieferverkehr ins Visier

Innerstädtischer Verkehrsinfarkt: Gegen Verkehrs- und Feinstaubbelastung sind smarte Lieferkonzepte gefragt. (Bild: ahundt / pixabay.com)
Bild: ahundt / Pixabay
Innerstädtischer Verkehrsinfarkt: Gegen Verkehrs- und Feinstaubbelastung sind smarte Lieferkonzepte gefragt.

Nicht nur in deutschen Städten werden die Stickstoffdioxid- und Feinsstaubwerte regelmäßig überschritten und Lieferdienste, Logistiker und Nutzfahrzeuge geraten zunehmend ins Visier der Bürger und der Politik. Dieses Problem ist auch in Brüssel längstens bekannt und daher hat man im so genannten "Weißbuch Verkehr  " der EU eine Reihe Schritte festgelegt, mit denen dieses Problem gelöst beziehungsweise verbessert werden soll:

  • Erstellung von Leitlinien für bessere Praktiken, um die Güterströme in Innenstädten besser zu überwachen und zu steuern
  • Festlegung einer Strategie zur Erreichung einer emissionsfreien Stadtlogistik unter Zusammenführung von Aspekten bezüglich Raumordnung, Schienen- und Flussanbindung, Geschäftspraktiken sowie Entgelten und fahrzeugtechnischen Normen
  • Förderung der Beschaffung schadstoffarmer Fahrzeuge für gewerbliche Flotten (Lieferfahrzeuge, Taxen, Busse).
Die im EU-Weißbuch formulierte Zielsetzung ist es, bis 2030 eine im wesentlichen CO2 freie Stadtlogistik in größeren städtischen Zentren zu erreichen. Bis 2050 hat die EU dann einen vollständigen Verzicht auf Fahrzeuge mit konventionellem Kraftstoff im Stadtverkehr vorgesehen.

Diese Botschaft scheint bei Industrieentscheidern in Deutschland, USA und China sowie 250 Entscheider aus der Lastwagen- und Logistikindustrie angekommen zu sein, denn einer aktuellen Studie von McKinsey   zufolge erwarten knapp 70 Prozent der Befragten, dass 2025 ein Drittel der leichten Nutzfahrzeuge elektrisch fahren wird. Und noch mehr - vier von fünf Befragten - gehen davon aus, dass Innenstädte nach 2030 für die altgedienten Diesel-Lieferfahrzeuge gesperrt sein werden.

McKinsey glaubt weiter, dass sich dadurch auch Chancen für branchenfremde Konkurrenz ergeben. Lkw-Herstellern und Logistikdienstleistern empfiehlt die Studie, ihre Geschäftsmodelle entsprechend anzupassen. Für mehr als die Hälfte der befragten Entscheider seien Kooperationen oder Fusionen entlang der Wertschöpfungskette eine mögliche Option.

Überblick über alternative Logistik Konzepte

Vor allem mit E-Mobilität wollen also Verkehrsplaner, Kommunen und KEP-Konzerne (KEP = Kurier-Express-Paket) die wachsenden Probleme der innerstädtischen Versorgung in den Griff bekommen. Wenn Elektrofahrzeuge Verteilung und Abholung übernehmen, werden angesichts sinkender Emissionen auch die steigenden Verkehrsströme erträglich bleiben, glauben viele Marktteilnehmer.

Elektro-Mobilität sorgt derzeit allerdings lediglich dafür, dass Emissionen aus anderen Schornsteinen entweichen. Eine signifikante Reduktion lässt sich nicht erreichen. Auch das Verkehrsaufkommen lässt sich nicht reduzieren oder die Parkplatzsituation verbessern. Rolf Jansen , Professor am Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) in Dortmund, warnt daher vor Illusionen. "Elektromobilität darf nie als Problemlöser für die letzte Meile überschätzt werden." Um den Forderungen aus dem EU-Weißbuch gerecht zu werden, müssen andere Konzepte her.

Idee 1: Microdepots in Ballungsräumen

 (Bild: Amazon)
Bild: Amazon

Eines der am meisten diskutierten Konzepte sind Microdepots, kleine Verteilerzentren, von denen aus die Innenstädte beliefert werden könnten, erläutert Claus Berg , Leiter des Institut für Logistik & Verkehrsmanagement  . Mikro-Depots sind dabei Container, abgestellte Nutzfahrzeuge oder geeignete Immobilien, von denen aus Lastenfahrräder oder fußläufigen Transporthilfen bestückt werden. Von hier aus liefern die Zusteller in einem Radius von 500 bis 1.000 Metern ("Allerletzte Meile") die Pakete zu den Adressaten aus. Berg: "Um Kosten zu sparen könnten die KEP-Dienste (Kurier-Express-Paket) kooperieren und die Mikro-Depots gemeinsam nutzen. Aus Wettbewerbsgründen dürfen sie aber die Pakete bei Zustellung oder Abholung nicht vermischen."

Pro Microdepot

  • Mikro-Depots ermöglichen eine nachhaltige Art der Paketzustellung, mit Lastenfahrrädern oder zu Fuß mit Transporthilfen. Die Lastenfahrräder sind bei vielen KEP-Diensten bereits in Betrieb.
Kontra Microdepot
  • Als Nachteil können bei der Zustellung auf der "Allerletzten Meile" die vielen Zwischenstopps gelten, die mit dem Lastenfahrrad erfolgen. Mit der "Allerletzten Meile" ist die letzte Phase des gesamten Zustellungsprozesses gemeint.
  • Konkurrierende Logistik-Dienstleister weigern sich, Depots gemeinsam zu nutzen.

Idee 2: Lieferung per Drohne

 (Bild: Shane Perry)
Bild: Shane Perry

Rund 43 Prozent der Verbraucher können es sich laut einer Bitkom-Umfrage   vom vergangenen Jahr vorstellen, zukünftig Warenlieferungen durch eine Lieferdrohen zu erhalten. Mit Logistikdrohnen sollen nämlich - je nach Einsatzgebiet - heute noch existierenden Probleme bei der kurzfristigen Lieferung von Produkten aller Art ein Ende haben. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind zwar noch nicht geklärt, aber das bekümmert die die beteiligten Unternehmen wenig.

Pro Drohne

  • Kann problemlos auch entfernt gelegene oder nur umständlich zu erreichende Zielorte erreichen (zum Beispiel Inseln, nur eingeschränkt befahrbare Strecken oder zeitkritische Lieferungen etc.)

Kontra Drohne
  • Juristische und versicherungstechnische Rahmenbedingungen sind noch nicht geklärt.
  • können nur ein beschränktes Gewicht transportieren, bei größeren Drohen benötigt man dann erweiterte Abflug und Landestationen.
  • Je nach Zuladung, Wetter- und Windverhältnissen können Drohnen derzeit bis maximal 15 bis 20 Kilometer zurücklegen, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen und dann ungenutzt - und somit teuer - auf den nächsten Lieferauftrag warten.

Idee 3: Lieferroboter mit 3D-Drucker

 (Bild: Picture Alliance for DLD)
Bild: Picture Alliance for DLD
Bild: Picture Alliance for DLD unter Creative Commons Lizenz by-sa

Wesentlich eher als Drohnen dürften einem kleinen Lieferroboter auf den Bürgersteigen begegnen. Fast alle größeren Logistikanbieter haben bereits Transportboxen auf dem Schirm und werden früher oder später selbstfahrende Angebote an den Start bringen. "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollten sich dazu meist auf kommunaler Ebene Lösungen lassen", meint Logistikexperte Berg. Eine in diesem Umfeld ebenfalls diskutierte Variante sind kleine Roboter mit 3D-Drucker. Dieser soll dann vor Ort beim Kunden das gewünschte Produkt produzieren.

Pro Roboter

  • Sorgt für weniger Verkehr und Abgasbelastung.
  • Geeignet für innerstädtische Zustellung, aber auch für firmeninterne Dienste (zum Beispiel Lieferung von Medikamenten aus der Krankenhausapotheke, ohne dafür Personal einsetzen zu müssen, Belieferung von Hotelgästen mit geoderterten Bestellungen))
  • Sind potentiell in der LAge großes Gewicht zu transportieren.
  • Geringer Energieverbrauch.
  • Sin in südlichen Ländern potentiell auch Solarbetrieben realisierbar

Kontra Roboter
  • Sie müssten sich wieder selber aufstellen können wenn ein "Spassvogel" den Roboter umkippt.
  • Braucht Infrastruktur (Straße/Bürgersteig) und hat vermutlich Probleme mit Wetterfestigkeit (Schnee, Matsch, Sand).
  • langsam (verglichen zur Drohne)

Idee 4: Zustellung ins Auto und Paketboxen

 (Bild: Deutsche Post DHL)
Bild: Deutsche Post DHL

Aber auch Zustellungsvarianten in Abwesenheit des Empfängers gehören zu den aktuell diskutierten Verbesserungsvorschlägen für die letzte Meile.
Variante eins ist die Zustellung ins eigene Auto. Servicetechniker für Maschinen auf Baustellen, in der Industrie oder für medizinische Geräte in Krankenhäusern kennen solche Lieferservices schon seit vielen Jahren. Über Nacht bekommen sie von Logistikfirmen wie Night Star Express   wichtige Ersatzteile geliefert - direkt in den Kofferraum ihrer Servicefahrzeuge hinein.

Zugestellt wird bis spätestens morgens um sieben Uhr, vor ihrem Arbeitsbeginn haben sie das kritische Teil für die Reparatur bereits im Firmenwagen. Das ist nun - in Pilotprojekten - auch schon für "normale" Autofahrer möglich. Und so funktioniert es: Der Fahrer wie auch der Paketbote nutzen dafür eingerichtete Apps auf ihren Smartphones oder Zustellgeräten. Beim Online-Bestellen gibt der Paketkunde eine einmalig gültige Transaktionsnummer als Empfängeradresse ein. Allerdings muss sein Fahrzeug für die Paketzustellung auch in der Nähe der Heimatadresse geparkt sein. Der Zusteller erhält den Wunschort per App und kann in einem festgelegten Zeitraum mit dem Zugangscode den Kofferraum des Fahrzeugs öffnen. Auch das Mitnehmen von Retouren ist möglich. Ist die Kofferraumklappe wieder geschlossen, erlischt das Zugangsrecht. Jetzt wird der Fahrer noch per SMS oder E-Mail informiert, dass sein Online-Paket im Wagen wartet.

 (Bild: Deutsche Post DHL)
Bild: Deutsche Post DHL

Eine ähnliche Möglichkeit, bieten Paketboxen für Ein- oder Mehrfamilienhäuser (Paketbutler  , Paketkasten  ) in der Industrie. Die Zahl der Anbieter dieser Depot-Behältnisse ist bis dato recht überschaubar. Zudem sind die jeweiligen Systeme unterschiedlich weit entwickelt: Während sich manche noch in der Planungsphase befinden, sind einige schon ohne große Einschränkungen einsatzbereit. Auch bei den Preisen gibt es Unterschiede. So können Kosten entweder pro geliefertem Paket anfallen, einmalig für den Kauf oder aber in Form einer monatlichen Miete.

Pro Zustellung in Abwesenheit

  • Zustellung ist jederzeit möglich.
  • Für die Sicherheit der Pakete ist dank der einbruchs- und diebstahlhemmenden Befestigungsvorrichtungen gesorgt. Hinzu kommt, dass die Möglichkeit besteht, eine Versicherung abzuschließen, die bei Verlust bzw. Diebstahl haftet

Kontra Zustellung in Abwesenheit
  • Bei einer Kofferraumzustellung kann das Auto während des Zustellfensters nicht benutzt werden und muss auf einem öffentlich zugänglichen Stellplatz stehen.
  • Bei Paketboxsystemen muss in Mehrfamilienhäusern der Zugang ins Treppenhaus gewährleistet sein.
  • Für den Verbraucher entstehen durch die Anschaffung und Installation der Systeme hohe Kosten.

Umgesetzte Projekte

Jede dieser Alternativen wird derzeit bereits in der einen oder anderen Form getestet. Anbei ein (nicht abschließender) Überblick:

  • E-Mobility
    Unter anderem in Bonn ist für DHL ein von der TH Aachen entwickeltes Elektrofahrzeug im Einsatz für die Brief- und Paketzustellung.

  • Micro-Depots
    Gemeinsam testen die Freie und Hansestadt Hamburg, das Business Improvement District (BID) Neuer Wall und UPS (United Parcel Service) seit dem 1. Februar 2015 in einem zweijährigen Modellprojekt eine neue Form der City-Logistik. UPS hat dazu an zentralen Standorten Container als Zwischenlager aufgestellt. Von hier aus erfolgt die Zustellung von Paketsendungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

  • Drohne
    Seit 2013 verfolgt DHL Paket ein eigenes Forschungsprojekt, um den Transport von Waren per Paketkopter in geografisch schwer zugängliche Gebiete unter realen Bedingungen zu erproben. Konkretes Einsatzgebiet war zum Beispiel 2014 die Versorgung der Nordseeinsel Juist mit eiligen Gütern oder dringend benötigten Medikamenten.

  • Zustellung per Roboter
    Die Elektronikmarkt-Kette Media-Markt hat Ende September 2016 in Düsseldorf im Stadtteil Grafenthal eine Testphase zur Warenauslieferung per Lieferroboter begonnen. Das Projekt ist Teil eines weltweiten Entwicklungsprogramms des europäischen Tech-Start-ups Starship Technologies, das die Media-Saturn-Unternehmensgruppe in Deutschland unterstützt. Der kleine weiße Lieferroboter von Media-Markt soll nämlich alles zum Endkunden transportieren, das weniger als zehn Kilogramm wiegt und bequem im Lieferfach verstaut werden kann - egal, ob Digitalkameras, ein Ersatz für das verloren gegangene Handy-Ladekabel oder Druckerpatronen. Der Lieferroboter soll die Bestellung innerhalb von 30 Minuten bis drei Stunden nach Bestelleingang zum Kunden nach Hause bringen. Neun Kameras und Ultraschallsensoren weisen ihm dabei den Weg zum Ziel.

  • Zustellung ins Auto
    Bis 17 Uhr bestellt, noch in der Nacht von der Post in den Kofferraum des eigenen Autos geliefert - das ist seit Herbst 2016 Realität für einige Smart-Fahrer. Der Kleinwagen-Hersteller startete gemeinsam mit DHL ein Pilotprojekt, zunächst in Stuttgart, das dann auf weitere sieben Städten ausgeweitet wird. Die Zusteller bekommen mit dem Paket eine Tan-Nummer (wie beim Online-Banking), durch die sie das Auto finden und öffnen können. Sie legen das Paket in den Kofferraum, verschließen das Auto wieder, und wenn der Empfänger aufgestanden ist, kann er seine Bestellung im Auto finden.


Vier Szenarien, wie sich Smart Logistics entwickelt

Best-Case-Szenarien
Worst-Case-Szenarien
Aktiv
40%
Best-Case-Szenario

Smart Logistiks lässt handel wachsen

Eine Vielzahl von Logistikern, Verteiler- und Abholsystemen organisiert sich selbst, die Verkehrsmittel werden an die Letzte-Meile-Problematik angepasst (Innerstädtisch: Lastenfahrrad, eMobil. Vorstädte: Lieferwagen. Außerorts: Drohnen). Onlinehandel und stationärer Handel finden Möglichkeiten, sich produktiv zu ergänzen, Abgasemissionen werden reduziert. Der Vorsprung von großen Händlern und Logistikern sinkt.

Aktiv
25%
Worst-Case-Szenario

Händler-Profitabilität sinkt

Elektromobilität ist kein Problemlöser für die letzte Meile. Es ist mehr Personal für mehr manuelle Arbeiten nötig (Beladung der Microdepots, Umladung in Lastenräder etc.). Eine Zusammenarbeit der Logistiker scheitert. Innerstädtische Logistikflächen kommen an ihre Grenzen und können nicht erweitert werden, Zustellung mit Drohne oder Lieferroboter belastet die Verkehrsinfrastruktur und die Profitabilität der Händler.

Passiv
15%
Best-Case-Szenario

Logistik-Ärger dämpft ECommerce

Es entsteht eine Rückbesinnung auf den stationären Handel vor Ort und in der Nähe. Lokale Händler profitieren und für Kurier-Express-Paket-Dienstleister entstehen lukrative Wachstumsmärkte für anspruchsvolle Logistik-Services. Wenige Online-Giganten, Fulfillment-Unternehmen und Markplatzanbieter werden den hohen Anforderungen gerecht. Marktkonzentration.

Passiv
20%
Worst-Case-Szenario

Schmerzgrenzen werden ausgelotet

Es wird schwierig, die Forderungen des EU-Weißbuches zur Reduzierung der Abgasemissionen zu erfüllen. Der innerstädtische Lieferverkehr erhöht sich weiter wegen des kontinuierlich wachsenden Onlinehandels sich weiter. Die Verkehrsinfrastruktur kommt an ihre Belastungsgrenze. Eine Regulierung des Lieferverkehrs schränkt das ECommerc-Wachstum ein.




iBusiness-Autorin Dunja Koelwel ist seit 1998 Journalstin in der ITK-Branche. Seit 2002 arbeitet sie freiberuflich und hatte Veröffentlichungen in fast allen deutschen ITK-Medien sowie diverse Buchveröffentlichungen. 2010 gründete sie den Blog www.xethix.com  , der sich den Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft widmet.

Thema: Analyse Smart Logistics: Zukunftsaussichten der Lieferkonzepte

Kommentar von Dominik Grollmann

Nie gut: Komplexe Lösungen für einfache Probleme

Gute Logistiklösungen funktionieren einfach, flexibel und universell. Je ingenieursgetriebener die Lösung, desto weniger kann sie in der Praxis überzeugen.

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Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
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