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Tourismus-Studie: Couchsurfing wird zur Reisealternative

27.02.2015 Schon 2011 hat iBusiness den Sharing-Erfolg im Tourismus vorhergesagt, ("Couchsurfing: Wie ein Non-Profit-Konzept zum Geschäftsmodell für andere wird"), jetzt bestätigt eine Studie von Marktforscher Fittkau & Maass  , dass bei Städtereisen ein immer größer Teil der Touristen Appartments nutzt, die von Privatleuten für Privatleute vermittelt werden.

 (Bild: mairinha/Pixabay)
Bild: mairinha/Pixabay
Nach der repräsentativen deutschlandweiten Studie 'Reisen im Sharing-Zeitalter' mit rund 8.000 Teilnehmern, die das Vermittlungsportal Wimdu.de   in Auftrag gegeben hat, bevorzugt bereits ein Drittel der Deutschen bei Städtereisen Privatunterkünfte. Privatangebote werden ebenso wie Hotels flächendeckend über alle Altersstufen genutzt. Auch sind sie keineswegs nur ein Trend für Sparfüchse: Sie werden unabhängig vom Einkommen gewählt.

Diese Entwicklung bestätigt Dr. Burkhard von Freyberg , Professor für Hospitality Management an der Hochschule München  : "Seit dem Aufkommen der Sharing Economy konnten wir erhebliche Bewegungen im Tourismusmarkt feststellen. Private Unterkünfte haben sich in gewissen soziodemographischen Gruppen bereits als feste Alternative etabliert. Waren die Positionen von traditionellen Anbietern vor wenigen Jahren noch unumstößlich, drängen nun vermehrt digitale Anbieter in den Markt und fordern Hotels, Reiseunternehmer und Co. heraus. Dies sorgt für eine neu zu bewertende Gesamtsituation im Tourismus. Diese Transformationsphase ist noch lange nicht abgeschlossen."

Ein Drittel der befragten Deutschen hat auf Städtereisen in den vergangenen zwölf Monaten in einer Privatunterkunft übernachtet. Zum Vergleich: Hotels nutzen 63 Prozent der Städtereisenden. Am wenigsten wurden Pensionen gewählt. Hier übernachtete nur jeder Vierte, gefolgt von anderen Übernachtungsalternativen wie Jugendherbergen oder Bekannten. Mehrfachnennungen waren möglich.

Privatunterkünfte punkten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Bei der Frage, welche Unterkunft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, punkten Privatunterkünfte mit 41 Prozent Zustimmung, während bei Hotels lediglich elf Prozent der Befragten diese Ansicht vertreten. Besonders Familien sehen in der neuen Art des Übernachtens eine kostengünstige Alternative. Während rund 65 Prozent der Befragten auf einem Single-Trip im Hotel übernachten würden, bevorzugen für den Urlaub mit der Familie bereits 62 Prozent die Angebote der bekannten Vermittlungsportale für private Unterkünfte. Bei Paaren ist das Verhältnis ausgeglichen.

In Berlin und New York hat der Marktführer für Wohnungs-Vermittlungsportale, Airbnb  , bereits für heftigen Unmut bei den Behörden gesorgt, weil immer mehr Privatwohnungen ausschließlich für Vermietungen genutzt werden - was verboten ist, weil so Wohnraum dem Mietmarkt entzogen wird.
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