Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder
Gutscheinstudie 2023

Gutscheinstudie 2023: Wichtig für den Erfolg ist die Shop-Marke

15.05.2023 Gutscheine, die Onlineshops in eigene oder fremde Pakete packen, werden von Onlinekaufenden wieder eher genutzt, wie unsere bevölkerungsrepräsentative Studie festgestellt hat. Aber nicht alle.

 (Bild: HTV)
Bild: HTV

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Eine starke Shop-Marke bringt jeden zweiten Onlinekaufenden zur Aktion.
Viele Shopverantwortliche nutzen zur Neukundengewinnung in Warensendungen beigelegte Coupons. Das funktioniert sowohl im simplen 1:1-Tausch zwischen zwei Onlineshops oder über spezialisierte Media-Dienstleister. Doch nehmen Kundinnen und Kunden die beigefügten Gutscheine überhaupt wahr oder ist das für sie lediglich eine Form von bedrucktem Verpackungsmaterial? Und vor allem: Nutzen sie die Gutschein dann auch?

In einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage hat die iBusiness-Redaktion den Marktforscher Splendid-Research   die deutsche Bevölkerung befragen lassen, ob die onlinekaufenden Menschen Gutschein-Paketbeilagen wahrnehmen - und wenn ja, wie sie damit umgehen.

Kernergebnis: Mehr als jeder Zehnte der Befragten nutzt den beigelegten Gutschein "in jedem Fall". Das ist deutlich mehr als bei unserer identischen Befragung vor einem Jahr und wohl der schwierigen Wirtschaftslage geschuldet. Immerhin jeder Vierte nutzt ihn, wenn er den Onlineshop kennt - auch das eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet: Eigenbeilagen können zumindest deutlich erfolgreicher sein als über fremde Versender distribuierte Gutscheine. Den Streuverlust kann man vor allem dann senken, wenn man über eine starke Shop-Marke verfügt. Denn zwei Fünftel der Bundesdeutschen heben Gutscheine auf, wenn er oder sie diese nicht kurzfristig einsetzt.

Noch deutlicher als bei unseren identischen Befragungswellen der Vorjahre zeigt sich, dass in der Wahrnehmung der Onlineshopper der Gutschein eher an den Shop als an ein konkretes Produkt gebunden ist: So bewahren doppelt so viele Befragte einen zugesandten Gutschein auf, um ihn bei einem späteren Shopbesuch zu verwenden (27 Prozent), als dass sie diesen für einen späteren spezifischen Produktkauf aufheben (14 Prozent). Offenbar befriedigen (potenzielle) KonsumentInnen ihr Produktinteresse entweder kurzfristig (lösen also einen Gutschein sofort ein) - oder eben gar nicht (dann verschenken sie den Gutschein oder werfen ihn weg).

Wie nutzen Sie beigelegte Gutscheine in ECommerce-Paketen? 2023 im Vergleich zu 2019, 2020 und 2022
Wie nutzen Sie beigelegte Gutscheine in ECommerce-Paketen? 2023 im Vergleich zu 2019, 2020 und 2022 (Grafik: iBusiness/Splendid Research)


Vergleicht man die Ergebnisse der vier Befragungswellen der Gutscheinstudie miteinander, dann sieht man, dass sich im vergangenen Jahr die Einstellung der Onlinekaufenden zu Gutscheinen wieder geändert hat. Sank in den Corona-Jahren die Zahl der ausgewiesenen Gutschein-Fans, die Gutscheine "in jedem Fall" nutzen, so steigt ihr Anteil nun wieder. Wenn Menschen wegen Inflation und einer schwieriger werdenden wirtschaftlichen Situation ihr Geld zusammenhalten müssen, greifen sie offensichtlich auch wieder lieber zum Rabattversprechen der Gutscheine.

Mehr als die Hälfte der BundesbürgerInnen nutzt Gutscheine oder hebt diese auf, wenn der Shop bekannt ist. Das ist mehr geworden. Interesse an dem auf dem Gutschein angebotenen Produkt hingegen führt bei deutlich weniger Befragten dazu, dass sie den im Paket liegenden Gutschein aufheben. So scheinen Gutscheinbeilagen nach wie vor besonders gut für diejenigen Onlinehändler zu funktionieren, die über eine hohe Markenbekanntheit verfügen.

Ob es an der durch Corona ausgelösten gestiegenen ECommerce-Erfahrung in der Bevölkerung - oder schlicht an der Gutscheinflut liegt: Das Wertempfinden für Gutscheine hat gegenüber den Vor-Corona-Befragungen abgenommen. Erhaltene Gutscheine verschenken nur noch halb so viel Menschen wie vor drei Jahren - und schon damals war es nur eine Minderheit. Immerhin eine positive Entwicklung für das Gutscheinmarketing: Die Zahl derer, für die Gutscheine lediglich zu entsorgender Müll ist, hat sich wieder leicht reduziert. Aber immer noch ist es jeder Sechste, der sagt: "Ich werfe sie immer weg." Das waren vor Corona deutlich weniger Menschen.

Wie man Gutscheine zum Erfolg führen kann

Unsere Untersuchungen zeigen zwei prinzipielle Ansätze, die Einlösequote für Gutscheine nach oben zu treiben. Die erste Methode ist es, an der Art des angebotenen Rabatts zu drehen. Denn die Art der angebotenen Vergünstigung ist für die Kundinnen und Kunden vor allem dafür verantwortlich, wie geldwert diese einen Coupon wahrnehmen. Einen Gutschein für einen festen Warenwert (zum Beispiel: "10 Euro Rabatt") präferiert ein Drittel der Befragten. Kaum weniger (31,2 Prozent) bevorzugen einen prozentuellen Rabatt. Eine Warenprobe oder ein Gutschein für ein weiteres Produkt interessiert ein Fünftel der Befragten. Ein Gutschein für eine Zusatzleistung - wie beispielsweise versandkostenfreie Lieferung - ist nur für eine (kleiner werdende) Minderheit spannend:

Bevorzugte Gutschein-Arten als Paketbeilagen im E-Commerce 2020 bis 2023
Bevorzugte Gutschein-Arten als Paketbeilagen im E-Commerce 2020 bis 2023 (Grafik: iBusiness/Splendid Research)


Würden Sie Gutscheine eher einlösen, die speziell auf Sie und Ihre Interessen zugeschnitten sind?
Würden Sie Gutscheine eher einlösen, die speziell auf Sie und Ihre Interessen zugeschnitten sind? (Grafik: Splendid Research/iBusiness)
Deutlich höhere Response- und Einlösequoten verspricht hingegen der Einsatz von personalisierten Gutscheinen. Denn 95 Prozent aller Befragten würden Gutscheine sicher, wahrscheinlich oder vielleicht einlösen, wenn diese speziell auf den jeweiligen Kunden bzw. die jeweilige Kundin und seine bzw. ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, wie eine iBusiness-Erhebung aus dem Jahr 2020 ergeben hatte. Für immerhin 70 Prozent der Befragten löst Programmatisches Couponing eine sehr hohe oder hohe Wahrscheinlichkeit zur Gutscheinnutzung aus.

Einige spannende Detailerkenntnisse lassen sich aus der Gutscheinstudie des Jahres 2023 ableiten:

Thema: Gutscheinstudie 2023: Wichtig für den Erfolg ist die Shop-Marke

Welche Art Gutschein würden Sie bevorzugen? - Die demografischen Abweichungen vom Durchschnitt

Wertet man die Antworten der aktuellen Gutscheinstudie nach demografischen Werten aus, dann fällt auf, dass es kaum geschlechtsspezifische Abweichungen bei der Gutscheinnutzung gibt. Jedoch vor allem solche, die mit Alter sowie im Einkommen begründet sind.

Weiterlesen
 (HTV)
Bild: HTV

Wie nutzen Sie Gutscheine? - Die demografischen Abweichungen vom Durchschnitt

Jüngere Zielgruppen sind also nach eigener Aussage leichter für den Paketen beiliegende Gutscheine zu interessieren als ältere. Auch Familien mit Kindern greifen eher zu einem einem Paket beiliegenden Gutschein.

Weiterlesen
 (HTV)
Bild: HTV

Checkliste: Wann Paketbeilagen gut funktionieren

Werbung um Neukundinnen und Neukunden per Paketbeilage zahlt sich aus, wenn Sie diese zielgruppenspezifisch gestalten. Welche Faktoren außerdem Einfluss haben auf die Werbewirkung und Effizienz, zeigt unsere Checkliste.

Weiterlesen
 (HTV)
Bild: HTV

Kommentar von Joachim Graf

Wie sich die Rolle des Gutscheins verändert

Die Einstellung "Augen zu und Altpapier" bei Gutscheinen ist in Inflationszeiten wieder rückläufig. Damit ändert sich auch die Rolle des Gutscheins an sich wieder.

Weiterlesen
 (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
 (Michael Sahlender)
Bild: Michael Sahlender
Michael Sahlender
(Mirakl)

Best Practices: Selbst Marktplatz werden - Von Douglas, Home24, Conrad Electronic lernen

Wie der Sprung zum eigenen Marktplatz gelingt und welche Schritte Sie für den Launch eines eigenen Marktplatzes berücksichtigen müssen, zeigt Ihnen dieses Webinar anhand von Best Practices erfahrener Unternehmen.

Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: