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B2B-Onlinehändler vernachlässigen Usability
12.09.2006 (iBusiness) Unübersichtliche Produktinformationen, ausufernde Registrierungsformulare und fehlende Preisangaben: Dem Branchenverband BVDW zufolge müssen viele B2B-Onlinehändler noch an der Usability ihres Online-Angebots arbeiten. Die beliebtesten Fehler sind dabei die ganz alten.
Laut Zingler machen B2B-Händler bei ihrem Shop-Angebot oft dieselben Fehler. So "erschlagen" dem Fachgruppenvorsitzenden zufolge viele Händler potenzielle Kunden mit einem "Übermaß an spezialisierten Produktinfos" beim ersten Stöbern in ihren Shops. Händler sollten stattdessen ihre Produktinformationen vielmehr so gliedern, dass im Online-Shop zuerst eine kurze Produktbeschreibung zu sehen ist und detaillierte Produktinformationen extra abrufbar sind.
| Die größten Usability-Vergehen in B2B-Onlineshops |
|---|
| Zu viele und verwirrende Inhalte |
| Verwirrende Navigationsstruktur |
| Aufdringliche Marketing-Strategien (Pop-Ups und Banner auf den Onlineshop-Seiten) |
| Schwere Kontaktaufnahme (Preise) |
| Umständliche Registrierung |
Quelle: Marco Zingler, Denkwerk
Ein weiterer Fehler ist laut Zingler, dass viele Shop-Betreiber wegen der Konkurrenz "ein Geheimnis" aus ihren Preisen machen. Interessierte Geschäftskunden müssten dann in der Regel extra die Vertriebsabteiltung kontaktieren, um Preise in Erfahrung zu bringen. "Selbst wenn ein B2B-Händler seine Preise nicht jedem verraten will, kann er doch in seinem Shop eine ungefähre Preisspanne bei den Produkten angeben", rät der Fachgruppenvorsitzende.
Ebenfalls überarbeiten sollten seiner Meinung nach viele Shop-Betreiber ihren Registrierungsprozess: "Meistens werden potenzielle Kunden viel zu früh beim Bestellvorgang in ein Registrierungsformular gedrängt". Die Folge: Viele Kaufinteressenten brechen den Einkauf wegen solcher Hürden ab. Besser sei es daher, wenn eine Registrierung erst kurz vor dem eigentlichen Bezahlvorgang verlangt werde.
Ihre Shop-Angebote sollten B2B-Händler also schleunigst von einem kompetenten Multimedia-Dienstleister überarbeiten lassen. Nicht zuletzt, weil Geschäftskunden laut Zingler in einem lieb gewonnenen Online-Shop häufiger und mehr kaufen als Verbraucher in einem B2C-Shop. "Der Verlust eines Kunden durch schlechte Usability wiegt daher ausgesprochen schwer", so Zingler.
