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Anti-GAFA-Strategien (IV): Die Anti-Apple-Strategie
12.04.2016 Google, Amazon, Facebook und Apple: Von mindestens einem der 'GAFA'-Konzerne hängt jede Web-Marke irgendwie ab. Doch alle haben Schwächen, die Wege aus der Abhängigkeit eröffnen. Mit einer Ausnahme.
| Die Anti-Apple-Strategie |
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- Die Abhängigkeit von einem Geschäftsmodell ist deutlich komfortabler (und lebensverlängernder) als diejenige von einem Produkt.
- Und: Apple setzt zwar auf einen gnadenlosen Kunden-Lock-in, um Nutzern den Abschied von seinen Produkten möglichst schwer zu machen. Doch Apple lässt keine Fähigkeit für einen Marken-Lock-in erkennen: Kommt man als Shop nicht um Amazon, als Marke nicht um Google und als Publisher nur schwer um Facebook herum, so ist Apple ein wenig unvermeidbares Unternehmen.
Um einer Abhängigkeit von Appstore und iTunes zu entgehen, müssen Marken nur auf alternative Kanäle setzen - und hier bietet sich in erster Linie der mächtige Konkurrent Playstore an, der das Android-Universum mit Anwendungen speist.
Apples Beispiel zeigt etwas Tröstliches auf: Alle GAFA-Giganten kranken zu einem gewissen Maße an ihrer eigenen Medizin. Sie befinden sich selbst in einer Abhängigkeit, vergleichbar derjenigen, in die sie die Marken bringen - der Abhängigkeit von sich selbst. Deswegen versucht sich ein Facebook unter anderem als Intranet-Anbieter, ein Amazon als Web-Service-Anbieter und ein Google versucht mal was anderes als Suche auf die Beine zu stellen. Die GAFAs haben erkannt, dass ein Standbein auf Dauer zu instabil ist.
