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Google attackiert Microsoft: "Unfaire Praktiken"

von sr

04.02.2008 Scharf getroffen zeigt sich Google von Microsofts angekündigter Yahoo-Übernahme. In einer Wutrede attackiert Google überraschend heftig den direkten Konkurrenten im lukrativen Online-Werbemarkt. Was die Redmonder natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

 (Bild: SXC.hu/jorge vicente)
Bild: SXC.hu/jorge vicente
Nach Microsofts   Übernahmeangebot für Yahoo   schlägt nun Konkurrent Google   zurück: "Das offene Internet hat Unternehmen wie Google überhaupt erst möglich gemacht", attackiert David Drummond , Senior Vice President bei Google den Redmonder Software-Riesen in einer offiziellen Presse-Meldung  . "Microsofts Angebot wirft beunruhigende Fragen auf."

Google fürchtet nun, dass Microsoft im Online-Markt "dieselben unangemessenen und illegalen Mittel anwende" wie im PC-Geschäft. Drummond: "Kann der Kauf von Yahoo nun Microsoft dabei helfen, unfaire Praktiken von Browsern und Betriebssystemen auf das Internet zu übertragen?" Nicht zuletzt, weil durch den Zusammenschluss Microsoft über eine "überwältigende" Anzahl an EMail- und Instant-Messaging-Accounts verfüge, hat Google Angst.

Googles Verbal-Attacke will Microsoft nicht auf sich sitzen lassen. "Google dominiert den weltweiten Markt für Suchmaschinen", kontert Brad Smith , General Counsel bei Microsoft. Übrigens ebenfalls offiziell  . "Microsoft fühlt sich gegenüber Offenheit, Innovation und dem Schutz der Privatsphäre der Internetnutzer verpflichtet. Durch den Zusammenschluss von Yahoo und Microsoft werden wir diese Ziele erreichen."
Vielleicht ärgert sich Google - welches im vergangenen Jahr Konkurrent Microsoft bei der Übernahme von Vermarkter Doubleclick   noch ausstechen konnte - aber auch völlig umsonst. Denn laut einem Bericht von Techcrunch   zeigt jetzt auch die News Corporation   (MySpace   Interesse an Yahoo.

Am vergangenen Freitag hatte Microsoft angekündigt, für 44,6 Milliarden Dollar (knapp 30 Milliarden Euro) Yahoo übernehmen zu wollen (iBusiness berichtete).

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