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Fachkräftemangel erreicht neuen Höchststand

24.05.2018 Für Unternehmen wird es immer schwieriger, auf dem leergefegten Fachkräftemarkt qualifiziertes Personal zu finden. Um den Ressourcenengpass abzufedern, setzen sie verstärkt auf berufsbegleitende Weiterbildung. Dies geht aus der aktuellen Umfrage "Weiterbildungstrends in Deutschland 2018" unter 300 Personalverantwortlichen hervor. Die Studie von Kantar TNS    zeigt: Der Fachkräftemangel hat einen neuen Spitzenwert erreicht:

 (Bild: Mozlase/Pixabay)
Bild: Mozlase/Pixabay
Alle befragten Unternehmen geben an, dass sich der Personalengpass in den letzten Jahren stark zugespitzt hat: Waren 2011 noch 38 Prozent der kleinen Unternehmen mit ein bis neun Mitarbeitern betroffen, sind es aktuell schon 51 Prozent. In mittleren Unternehmen (zehn bis 499 Mitarbeiter) stieg der Wert von 70 auf 86 Prozent, in großen (ab 500 Mitarbeiter) von 73 auf 88 Prozent. Für viele Unternehmen (insgesamt 73 Prozent) steigt im Kampf gegen den Fachkräftemangel die Bedeutung von Weiterbildung. In mittleren Unternehmen sind es sogar 79 Prozent und in großen Unternehmen 82 Prozent. Doch welche konkreten Maßnahmen und welche Mitarbeiter haben die HR-Manager besonders im Blick?

Im Fokus: Förderung der eigenen Mitarbeiter

Die Ergebnisse zeigen: Die wichtigste Zielgruppe sind für die Befragten die Auszubildenden im eigenen Unternehmen. Sie zu fördern gilt für 94 Prozent als Top 1-Maßnahme. Mit 92 Prozent liegt die Höherqualifizierung von Mitarbeitern an zweiter Stelle. Die fachliche und persönliche Weiterbildung aller Mitarbeiter ist für 91 Prozent die nächstwichtige Maßnahme im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Auf Platz vier folgen Förderprojekte für Berufseinsteiger ohne Schulabschluss oder abgeschlossene Ausbildung (84 Prozent). Die Weiterbildung von Frauen und Männern in Elternzeit (80 Prozent) und von Mitarbeitern ab 55 Jahren (79 Prozent) haben für die Befragten nahezu den gleichen Stellenwert.

Most wanted: Ausgebildete Fachkräfte

Doch auf welchen Ebenen sind die Lücken in den Unternehmen am größten? Die Studie zeigt, dass vor allem ausgebildete Fachkräfte bzw. Sachbearbeiter mit abgeschlossener Ausbildung fehlen (42 Prozent). An zweiter und dritter Stelle folgen angelernte Facharbeiter mit Berufserfahrung sowie Spezialisten mit akademischem Abschluss (jeweils 26 Prozent). Speziell große Unternehmen haben - neben den ausgebildeten Fachkräften (46 Prozent) - besonders mit einem Mangel an Führungskräften im mittleren Management zu kämpfen (41 Prozent).

2018: Mehr Budget für mehr Bildung

85 Prozent der befragten HR-Manager erwarten in ihren Unternehmen für 2018 gleichbleibende oder steigende Weiterbildungsbudgets. 2015 waren es noch 75 Prozent. Den 85 Prozent der Befragten, die von gleichen oder steigenden Budgets ausgehen, stehen lediglich zehn Prozent gegenüber, die mit sinkenden Ausgaben für die Weiterbildung rechnen.
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