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Lebensmittel Online: Jüngere Deutsche und Mobil-Affine bestellen eher
29.07.2015 Befragungsportal Instantly hat Konsumenten in Deutschland, UK und den USA über Onlinekauf von Lebensmitteln befragt. Ergebnis: Die (jüngeren) Teilnehmer des Mobil-Panels zeigten mit 49 Prozent eine höhere Bereitschaft Lebensmittel online zu bestellen als die Online-Teilnehmern (37 Prozent). Je jünger oder je und technologieaffiner eine Zielgruppe ist, um so eher läßt sie sich für Online-Lebensmittelkauf begeistern.
Die Befürworter des Online-Shoppings begründen dies mit Zeitersparnis (61 Prozent), der Vermeidung von zusätzlichem Stress beim wöchentlichen Großeinkauf (50 Prozent). Als weitere Gründe für die Nutzung des Online-Kaufs von Lebensmitteln geben die Befragten an, die Einkäufe nicht selbst nach Hause tragen zu müssen (50 Prozent) oder online aus einer größeren Produktvielfalt (37 Prozent) auswählen zu können.
Online-Käufer von Lebensmitteln neigen dazu verpackte und konservierte Nahrungsmittel und Getränke (62 Prozent) frischen Produkten, wie Obst und Gemüse (33 Prozent), Fleisch, Fisch und Geflügel (33 Prozent) oder frischen Backwaren (37 Prozent) vorzuziehen. Gefrorene Produkte werden ebenfalls nur von 37 Prozent online bestellt.
Die Häufigkeit der Online-Einkäufe teilt sich relativ gleichmäßig auf: 25 Prozent bestellen einmal in der Woche, 28 Prozent bestellen alle zwei Wochen und 22 Prozent der Befragten bestellen einmal im Monat. Zwei Drittel der Befragten ergänzen ihren Einkauf mit einer Online-Bestellung, wohingegen nur 16 Prozent ihren Wocheneinkauf komplett über das Internet abwickeln.
Die Zufriedenheit mit den gelieferten Produkten ist sehr hoch: 96 Prozent geben an, sehr oder eher zufrieden mit ihren online bestellten Lebensmitteln zu sein. Ähnliche Zufriedenheitswerte lassen sich bei den Lieferzeiten (2 Stunden Zeitfenster) feststellen: 89 Prozent der Befragten geben an, sehr oder eher zufrieden mit den angebotenen Zeitfenstern zu sein.
Die Meinungen über die online gebotenen Preise für Lebensmittel sind jedoch gespalten. 29 Prozent der Teilnehmer halten die Preise im Internet für höher als im Laden, 21 Prozent geben an, dass die Online-Preise niedriger seien und 37 Prozent empfinden sie als gleich. Nur zehn Prozent der Käufer geben an, die Preise nicht miteinander zu vergleichen. 72 Prozent der Umfrageteilnehmer sind mit den Lieferkosten ziemlich oder sogar sehr zufrieden.
Vergleich mit den US-amerikanischen Verbrauchern
Die US-Befragten haben deutlich weniger Interesse am Online-Einkauf von Lebensmitteln. Nur neun Prozent der online Befragten und 19 Prozent der mobilen Umfrageteilnehmer bestellen Lebensmittel bereits online. Im Vergleich zu Deutschland denken allerdings mehr Verbraucher darüber nach, dies in Zukunft zu ändern (Online: 26 Prozent USA im Vergleich zu elf Prozent in Deutschland; Mobile: 37 Prozent USA im Vergleich zu 15 Prozent in Deutschland) und machen die U.S.A somit zu einem potentiellen Entwicklungsmarkt. Die US amerikanischen Teilnehmer tendieren jedoch im Vergleich zu den deutschen Konsumenten eher dazu, frische Produkte wie Obst, Gemüse, Fleisch, Molkereiprodukte und Backwaren online zu bestellen, während die deutschen Kunden vermehrt auf verpackte Nahrungsmittel zurückgreifen.Vergleich mit Verbrauchern in Großbritannien
Kaum Unterschiede gibt es zwischen den Ergebnissen in Deutschland und Großbritannien: Ebenso wie in der deutschen Umfrage gaben 37 Prozent der Online Umfrageteilnehmer in UK an, ihre Lebensmittel bereits online zu kaufen. Jedoch zeigen deutlich mehr Verbraucher in UK Interesse, zukünftig ihre Einkäufe online abzuwickeln (UK 30 Prozent im Vergleich zu 11 Prozent der Befragten in Deutschland).Die Umfrageteilnehmer des Mobile-Panels in UK stehen dem Thema Lebensmitteleinkauf im Internet jedoch deutlich aufgeschlossener gegenüber: 53 Prozent bestellen bereits Lebensmittel online (Vgl. 49 Prozent in Deutschland) und 46 Prozent ziehen dies zukünftig in Betracht (Vgl. 15 Prozent in Deutschland).
Ähnlich wie die Verbraucher in den USA sind die Umfrageteilnehmer in UK eher daran interessiert online frische Produkte zu bestellen. Dies gilt ebenfalls für die Kaufgewohnheiten: Im Unterschied zu 16 Prozent der deutschen Befragten erledigen 68 Prozent der Online Umfrageteilnehmer in UK den kompletten Einkauf lieber online anstatt nur ergänzend Produkte hinzuzukaufen.
Befragt wurde rund 4.000 Teilnehmer. Das Panel ist nicht repräsentativ.
