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Karriere-Studie: Die zehn größten Fehler in der Kommunikationsbranche

23.04.2018 Nicht erreichbar sein in der Krise ist der größte Karrierekiller für Kommunikationsprofis. Auf Platz zwei: Bei Journalisten über den Vorgesetzten lästern. Auch wer zu früh Bilanzzahlen veröffentlicht, riskiert ganz schnell das Ende seiner PR-Karriere. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der dpa-Tochter news aktuell   und Faktenkontor  .

 (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung)
Bild: Heinrich-Böll-Stiftung
Bild: Heinrich-Böll-Stiftung unter Creative Commons Lizenz by-sa
Wer als Pressesprecher in einer Unternehmenskrise nicht erreichbar ist, kann sich ganz schnell ins Karriere-Aus katapultieren. Das meinen über zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (68 Prozent). Auch schlecht für die Karriere: den eigenen Chef gegenüber den Medienvertretern kritisieren (57 Prozent). Jeder dritte Befragte glaubt, dass er durch das vorzeitige Veröffentlichen der Bilanzzahlen seine Karriere riskiert (32 Prozent).

Aber auch Faktoren, die nicht mit dem eigenen Fehlverhalten zu tun haben, bremsen die Karriere aus. So geben fast ein Drittel der Befragten an, dass Teilzeitarbeit die berufliche Weiterentwicklung verhindert (29 Prozent). Interessant: Kaum weniger Befragte sehen wiederum im Insistieren auf eine Vollzeitstelle ein Risiko für das Vorwärtskommen im Job (29 Prozent). Dass eine Kinderpause zwangsläufig die Karriere beendet, glaubt allerdings nur jeder Fünfte: 19 Prozent der Befragten sehen in der Elternzeit ein Karriere-Aus.

Ebenso erfreulich: Wer seinen eigenen Standpunkt klar vertritt, verbaut sich kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Nur jeder siebte Kommunikationsprofi fürchtet sich davor, gegenüber Kollegen, Kunden (15 Prozent) oder der Geschäftsführung (14 Prozent) klare Kante zu zeigen.

Die größten Karrierebremsen in der PR:
  1. In der Krise nicht erreichbar sein (68 Prozent)
  2. Mit Journalisten schlecht über den Chef sprechen (57 Prozent)
  3. Bilanzzahlen zu früh veröffentlichen (32 Prozent)
  4. Teilzeit arbeiten (29 Prozent)
  5. Presseinformation versehentlich zu früh rausschicken (28 Prozent)
  6. Auf 40-Stunden-Woche bestehen (28 Prozent)
  7. Elternzeit nehmen (19 Prozent)
  8. Sich als Nachfolger für den (PR-)Chef ins Gespräch bringen (17 Prozent)
  9. Gegenüber Kollegen oder Kunden klare Kante zeigen (15 Prozent)
  10. Als 'Berater der Geschäftsführung' zu stark seine Meinung äußern (14 Prozent)
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