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PC-Spiele: Umsätze in Deutschland auf Rekordhoch

16.08.2007 Längst sind Computer- und Konsolenspiele kein Jugendphänomen mehr, sie haben sich zum Volkssport entwickelt. Denn bereits jeder dritte Deutsche zockt aktuellen Studien zufolge entweder Video-Games, Konsolen-Spiele oder PC-Games.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Dem BITKOM   zufolge nutzt ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) regelmäßige Digital-Spiele, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar zwei Drittel (64 Prozent). Beliebtestes Gerät dabei ist der PC. Ihn nutzen 31 Prozent der Bundesbürger, um zu spielen. Dahinter folgen Konsole (zehn Prozent) und Handy (sieben Prozent).

Jeder dritte PC-Spieler (38 Prozent) spielt über das Internet, bei den 14- bis 29-jährigen PC-Spielern liegt die Quote bei 58 Prozent. Besonders beliebt sind Karten- und Schachspiele, Strategiespiele und Multiplayer-Games. 68 Prozent aller PC-Spieler, die online spielen, tun dies mindestens einmal die Woche. 22 Prozent sogar täglich.

Das starke Interesse an Computerspielen spiegelt sich auch in den Marktzahlen wieder. Nach einem starken ersten Halbjahr werden für das Gesamtjahr 2007 neue Rekorde bei Umsatz und Absatz in Deutschland erwartet. Nach BITKOM-Berechnungen klettert der Umsatz mit Konsolen, Konsolen-Spielen und PC-Spielen 2007 um 21 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. 2006 lag der Wert noch bei 1,77 Milliarden Euro, 2005 bei 1,57 Milliarden Euro. Damit wird im laufenden Jahr erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro erreicht.

Ähnliche Zahlen liefert das Marktforschungsinstitut Pricewaterhouse Cooper  . Demnach wird der Umsatz mit Digital-Spielen in Deutschland von 2007 bis 2011 um jährlich 9,7 Prozent auf 3,4 Milliatden Euro steigen.

Der Umsatz der Videospieleindustrie in Europa soll bis 2011 um durchschnittlich 10,2 Prozent zulegen und damit schneller wachsen als in den USA (6,7 Prozent) oder Asien (10 Prozent). Lag das europäische Marktvolumen im Jahr 2006 bei gut 9,4 Milliarden US-Dollar, sollen es 2011 knapp 15,4 Milliarden US-Dollar erreichen.

In Europa ist Deutschland mit einem Umsatz von gut 2,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 derzeit der zweitgrößte Spielemarkt, gefolgt von Frankreich mit knapp 1,5 Milliarden US-Dollar. Den Highscore hält Großbritannien mit einem Branchenumsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar. Der britische Markt wächst mit durchschnittlich 11,2 Prozent pro Jahr europaweit am schnellsten, während die Zuwächse in Frankreich mit jährlich 10,2 Prozent nur leicht höher ausfallen als in Deutschland (9,7 Prozent).

Wichtigster Umsatzträger der Branche sind der Studie nach Konsolen-Spiele. Die Zahl der verkauften Titel soll bis 2011 von 148 Millionen auf über 200 Millionen steigen. Die Erlöse aus Lizenzen und Abo-Gebühren für Online-Spiele wachsen aber deutlich schneller als der Umsatz aus dem Verkauf herkömmlicher, nicht über das Internet spielbarer Titel.
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