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Pixelpark verliert die Hälfte seines Grundkapitals - Zukunft ist ungewiss
30.01.2009 Das Jahr 2009 beginnt für die angeschlagene Agenturgruppe Pixelpark mit einem Paukenschlag: Zuerst meldet die Konzerntochter Emprise Insolvenz an und jetzt muss Vorstandschef Horst Wagner auch noch den Verlust der Hälfte des Grundkapitals bekannt machen.
Nur einen Tag später ließ Pixelpark-Chef Horst Wagner mitteilen , dass im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2008 "aufgrund vorläufiger Berechnungen" davon auszugehen sei, "dass ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals der Pixelpark AG eingetreten ist".
Hintergrund sei einerseits die schon zum Teil im Halbjahresabschluss berücksichtigten Firmenwertberichtigungen, der Insolvenzantrag der Emprise AG sowie die Berücksichtigung weitere Rückstellungen im Rahmen der im Oktober 2008 eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen des Unternehmens. Nun muss der Vorstand unverzüglich eine Hauptversammlung einberufen, in der er den Aktionären den Verlust anzeigen wird. Der Termin der Hauptversammlung steht noch nicht fest. Bei Emprise gehen die Bemühungen um eine Sanierung weiter und Gespräche mit den potentiellen Investoren sollen trotz des Insolvenzverfahrens fortgeführt werden, heißt es.
"Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Pixelpark AG in der jetzigen Form nur noch einen Schritt vom Abgrund entfernt", analysiert Finanzexperte Rolf Morrien die Lage der Agenturgruppe. Kaum ein Unternehmen, dass einen derartig hohen Verlust seiner wirtschaftlichen Basis hat hinnehmen müssen, sei danach wieder auf die Beine gekommen, ohne dass die Aktionäre mit einem Totalverlust rechnen mussten. Denkbar sei vielleicht nur noch eine kurzfristige Kapitalmaßnahme, die das Unternehmen noch etwas am Leben erhält, bis die Filetstücke des Unternehmens neue Eigentümer finden, so der Finanzexperte im Gespräch mit iBusiness.
Horst Wagner sieht jedoch keinen Anlass für ein solches Horrorszenario. "Pixelpark ist soweit gesundet, dass das operative Geschäft wieder funktioniert", erklärt der Vorstandsvorsitzende gegenüber iBusiness. Auch habe sich die Liquidität im Vergleich zum Herbst 2008 wieder verbessert. Zudem betont Wagner dürften die Auswirkungen der Insolvenz von Emprise auf die wirtschaftliche Situation bei Pixelpark nicht überbewertet werden. Da es sich bei Emprise um eine 29-Prozent-Beteiligung handelt, müsse nur der Firmenwert abgeschrieben werden. "Die Insolvenz der Emprise AG hat keinerlei Einfluss auf das Geschäft oder die Umsätze der Pixelpark AG", versichert Wagner gegenüber iBusiness.
