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Technologie

Wachsendes Transformationsproblem: Mitarbeitende pro KI, Führung zögert

17.11.2025 Künstliche Intelligenz steigert in vielen Unternehmen bereits messbar die Produktivität. Gleichzeitig bleibt die Skalierung der Technologie eine der zentralen Hürden, um einen nachhaltigen Return on Investment zu erreichen. Besonders deutlich wird dabei die Diskrepanz zwischen dem steigenden Vertrauen der Belegschaft und der wachsenden Vorsicht in der Führungsebene.

 (Bild: Gerd Altmann / Pixabay)
Bild: Gerd Altmann / Pixabay
Für die Studie "The capability curve: Building the next generation digital enterprise" des Beratungsunternehmen Akkordis   wurden weltweit mehr als 2.000 Führungskräfte - darunter 500 CTOs - sowie 37.500 Mitarbeitende befragt. Sie zeigt ein klares Spannungsfeld: Während drei Viertel der Mitarbeitenden der Meinung sind, ihre Führungskräfte verfügten über ausreichende KI-Kenntnisse (2024: 46 Prozent), sinkt zugleich das Vertrauen vieler Entscheider in die eigene Strategie. Nur 62 Prozent der Führungskräfte fühlen sich sicher in ihrer KI-Implementierung - 20 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Skill-Gaps bleiben größter Engpass

Trotz zunehmender Erfahrung mit KI bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung. CTOs nennen Qualifikationslücken weiterhin als wichtigste Bremse der Transformation. Dennoch setzen nur 20 Prozent der Unternehmen Technologien ein, um die Entwicklung von Mitarbeitenden systematisch zu erfassen oder zu fördern.

Für Digitalverantwortliche bedeutet das: Ohne gezielte Skill-Strategien lassen sich KI-Initiativen kaum über Pilotprojekte hinaus skalieren.

Zwei Stunden Zeitersparnis pro Tag

Der operative Nutzen von KI ist dagegen klar erkennbar. Laut Studie sparen Mitarbeitende bereits rund zwei Stunden pro Tag ein - doppelt so viel wie im Vorjahr. Die frei werdende Zeit wird vor allem für strategische Aufgaben, kreative Arbeit und Problemlösung genutzt. Die Produktivität steigt damit messbar, doch die systemische Nutzung der Potenziale bleibt ausbaufähig.

Workforce-Strategie im Wandel

57 Prozent der befragten CTOs rechnen in den kommenden fünf Jahren mit einem Rückgang der Belegschaft. Gleichzeitig plant eine Mehrheit (59 Prozent), bestehende Mitarbeitende intern neu auszurichten. Unternehmen setzen damit stärker auf Transformation der Kompetenzen statt auf externe Rekrutierung - ein Hinweis auf die Bedeutung langfristiger, nachhaltiger Skill-Entwicklung im Zuge von KI-Einführung.

Sechs Handlungsempfehlungen für vertrauenswürdige KI

Auf Basis der Daten beschreibt die Studie sechs strategische Maßnahmen, die Unternehmen helfen sollen, KI verantwortungsvoll zu skalieren:

  1. Gemeinsame Ausrichtung zwischen Führung und Mitarbeitenden schaffen
  2. Kompetenzen kooperativ entwickeln
  3. KI als Führungsinstrument etablieren
  4. Vertrauen in hybride Arbeitsprozesse integrieren
  5. Systeme kontrolliert und resilient skalieren
  6. Eine Kultur gemeinsamer Verantwortung stärken

Ein zentrales Prinzip bleibt dabei der "Human in the loop": Menschliche Einordnung soll bei allen KI-Anwendungen integraler Bestandteil bleiben.

Die Analyse basiert auf drei internationalen Untersuchungen: dem Global Workforce of the Future Report, dem Business Leaders 2025 Report ("Humanity at work: How to thrive in the AI era"   und "Leading in the Age of AI: Expectations versus reality"  ) sowie dem CTO-Report "What CTOs Think 2025"  .
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